Goldhochzeit im Hause Möllenkotte
Gemeinsam das Geschäft aufgebaut

Schöppingen -

Aus den Augen, aus dem Sinn. Von wegen! 1964 lernten sich Agnes, geb. Frenkert, und Helmut Möllenkotte kennen. Dann sahen sie sich drei Jahre lang nicht, um schließlich am 16. Juni 1970 zu heiraten. Am Dienstag feiern die beiden ihre Goldene Hochzeit.

Montag, 15.06.2020, 17:56 Uhr aktualisiert: 16.06.2020, 17:52 Uhr
Ihre Goldhochzeit feiern am heutigen Dienstag Agnes und Helmut Möllenkotte. Mit dem Jubelpaar freuen sich die vier Kinder und sechs Enkel.
Ihre Goldhochzeit feiern am heutigen Dienstag Agnes und Helmut Möllenkotte. Mit dem Jubelpaar freuen sich die vier Kinder und sechs Enkel. Foto: Rupert Joemann

Kennengelernt hatten sich die beiden während einer privaten Feier. „Danach hat er mich nach Hause gebracht“, erinnert sich Agnes Möllenkotte (76) an ihre erste Begegnung. Anschließend verloren sie sich zunächst aus den Augen.

Helmut Möllenkotte absolvierte seine Metzger-Ausbildung und wohnte, wie es damals häufig vorkam, bei seinem Meister.

Ich hatte Heimweh.

Agnes Möllenkotte

Agnes Frenkert war 1964 ins Sauerland gezogen, um dort als Friseurin zu arbeiten. Sie kehrte 1967 nach Schöppingen zurück. „Ich hatte Heimweh“, sagt sie rückblickend. Dieses Heimweh sollte sich als glücklicher Umstand erweisen. So traf sie Helmut Möllenkotte, der 1966 die Meisterschule besucht hatte, zufällig bei einer Hochzeitsfeier wieder.

„Ich hatte nur eine Freundin in der Kneipe Krechting besucht“, erzählt Agnes Möllenkotte. Als Helmut Möllenkotte sie sah, lud er die junge Frau gleich zur Hochzeitsfeier ein.

Schon früh merkten sie, dass sie zusammenbleiben wollten. Agnes, die nach ihrer Rückkehr aus dem Sauerland in der Schöppinger Textilfabrik Kock gearbeitet hatte, absolvierte ein halbjähriges Praktikum in der Ahauser Metzgerei Beckers, in der Helmut Möllenkotte seine Lehre absolviert hatte. Bis zur Hochzeit arbeitete sie dann als Aushilfe in einer münsterischen Metzgerei. „Ich wollte das Geschäft von der Pike auf lernen“, erzählt sie.

Anstrengende Jahre

Nur wenige Monate nach der Hochzeit eröffneten die beiden eine Metzgerei an der Amtsstraße, wo heute Architekt Gregor Niehoff sein Büro hat. „Es waren anstrengende Jahre. Wir hatten mit nichts angefangen“, erinnert sich Agnes Möllenkotte. Auch sonntags kümmerten sich die beiden um die Kunden. „Die Bauern kamen sonntags oft zur Abrechnung vorbei“, sagt Helmut Möllenkotte, dessen Familie 1951 von Graes zur Brüningmühle gezogen war und diese bewirtschaftete.

Neben dem Geschäft kümmerte sich Agnes Möllenkotte auch noch um die vier Kinder. 1975 folgte der Umzug an die Hauptstraße, wo Sohn Elmar noch heute die Metzgerei führt.

Betreuer in der Oberliga

Helmut Möllenkotte, der jahrelang in der zweiten Mannschaft und den Altherren des ASC Schöppingen gespielt hat, fungierte eine Zeit lang als Betreuer der ersten Mannschaft, auch zu den Oberliga-Zeiten. Seit rund 55 Jahren spielt der heute 78-Jährige in einer Doppelkopf-Runde. Zahlende Mitglieder sind die beiden noch bei der Freiwilligen Feuerwehr. Zwar hatte Helmut Möllenkotte nie die Zeit, sich in der aktiven Wehr zu engagieren, die Veranstaltungen hat das Jubelpaar aber gerne besucht.

Agnes und Helmut Möllenkotte feiern ihre Goldhochzeit mit einer Dankmesse heute mit ihren Kindern und den sechs Enkeln im Kloster Gerleve.

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