Flüchtlingshilfe
Rosa Schloss wird neue Flüchtlingskoordinatorin in Schöppingen

Schöppingen -

Als „gelungenen Stabwechsel und reibungslosen Übergang“ bezeichnete Bürgermeister Franz-Josef Franzbach die Veränderung in der gemeindlichen Flüchtlingskoordination: Rosa Schloss hat Melanie Rotterdam abgelöst, die dieses Amt seit November 2017 ehrenamtlich innehatte.

Donnerstag, 23.07.2020, 11:46 Uhr
Bürgermeister Franz-Josef Franzbach dankte Rosa Schloss (l.) und Melanie Rotterdam (r.) mit einem Blumenstrauß für ihren Einsatz.
Bürgermeister Franz-Josef Franzbach dankte Rosa Schloss (l.) und Melanie Rotterdam (r.) mit einem Blumenstrauß für ihren Einsatz. Foto: Gemeinde Schöppingen

„Als Kommune können wir nicht mehr als die Grundversorgung für die Flüchtlinge leisten. Deshalb brauchen wir Sie“, betonte Bürgermeister Franzbach die Bedeutung der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe.

Seit Herbst 2017 hat Schöppingen mehr als 100 Flüchtlinge mit Bleiberecht von der Bezirksregierung Arnsberg zugewiesen bekommen. Die Gemeinde stellt neben den Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch auch die Unterkünfte und eine Erstausstattung zur Verfügung. Seit Ankunft der ersten Flüchtlinge engagieren sich zahlreiche Schöppinger Frauen und Männer als ehrenamtliche Integrationshelfer. Die Flüchtlingskoordinatorin ist Bindeglied zwischen der Gemeindeverwaltung, den Ehrenamtlichen und Kontaktperson für die Flüchtlinge.

„Ich habe die Arbeit wirklich gern gemacht“, verabschiedete sich Melanie Rotterdam etwas wehmütig, doch ihre Arbeit als Leiterin des St.-Brictius-Kindergartens und in der Firma ihres Mannes seien gleichfalls zeitintensiv. Doch so ganz loslassen wird sie nicht, sondern „nur einen halben Schritt zurücktreten“ und ihre Nachfolgerin so gut es geht weiter unterstützen.

Besonders das Ausfüllen der umfangreichen Formulare und Anträge für die neuen Mitbürger sei sehr kompliziert, bestätigt Rosa Schloss. „Da muss ich noch oft bei Melanie nachfragen.“

Die 47- jährige Schloss engagiert sich seit 2018 für die Schöppinger Flüchtlingshilfe. „Der Kulturen-Treff an der Hauptstraße war gerade neu gegründet und ich habe mich von Anfang an mit einbringen können.“ Sie selbst kam als Teenager mit ihrer Familie aus dem vormals sowjetischen Kirgisistan nach Deutschland und kann nachempfinden, was Neuankömmlinge zur Integration in einem ihnen fremden Land am Dringendsten benötigen.

„Am Wichtigsten ist die Sprache“, findet Rosa Schloss. Seitdem bietet sie an mehreren Tagen in der Woche Sprachbegleitung für Deutsch an und organisiert gemeinsame Abende für Flüchtlingsfrauen. „Mit Rosa Schloss ist meine Nachfolge optimal besetzt“, freute sich Melanie Rotterdam.

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