Technische Voraussetzungen werden verbessert / Tablets für Lehrer
Investition in die Digitalisierung

Schöppingen -

Die Gemeinde Schöppingen investiert in die Digitalisierung der Sekundarschule und der Bricitusschule (einschließlich des Standorts Eggerode). Dabei nutzt die Verwaltung einige Förderprogramme.

Montag, 03.08.2020, 19:15 Uhr
Die Lehrer der Sekundarschule erhalten zum neuen Schuljahr Tablets für den Unterricht.
Die Lehrer der Sekundarschule erhalten zum neuen Schuljahr Tablets für den Unterricht. Foto: Carmen Jaspersen/dpa

Die Gemeinde will an beiden Schulen das Geld verwenden, um „die vorhandene Infrastruktur an die heutigen Anforderungen in Bezug auf die Digitalisierung anzupassen“, heißt es in einer Sitzungsvorlage für den kommenden Schulausschuss. Der tagt am 12. August (Mittwoch) um 18.30 Uhr in der Kulturhalle. Geplant ist eine teilweise Neuverkabelung mit Gigabit-Netzwerkkabeln.

Das Ziel ist es, die Räume so auszubauen, dass später die Hardware (Beamer, Soundsystem, etc.) Schritt für Schritt nachgerüstet werden kann. Aus dem Digitalpakt NRW stehen für die Brictiusschule 72 255 Euro zur Verfügung. Hinzu kommt ein Eigenanteil von zehn Prozent (8028 Euro) an der Gesamtinvestition. Bei der Sekundarschule beläuft sich die Fördersumme auf 236 164 Euro.

Da es sich hierbei um eine Investition handelt, kommt der Betrag hälftig (118 082 Euro) den Kommunen Schöppingen und Horstmar zu Gute. Die beiden Kommunen bilden zusammen einen Schulzweckverband. Auch hier muss Schöppingen einen zehnprozentigen Eigenanteil (13 120 Euro) aufbringen.

Die Verwaltung geht davon aus, dass die Fördermittel für die baulichen Maßnahmen verbraucht werden. Die notwendigen Geräte könnten damit nicht angeschafft werden. „Ob zu einem späteren Zeitpunkt, das heißt nach Auslaufen der ersten Förderperiode am 31. Dezember 2021 weitere Fördergelder zur Verfügung stehen werden, dann zur Anschaffung der notwendigen Hardware, ist derzeit noch nicht absehbar“, heißt es in der Vorlage.

Angeschafft hat die Gemeinde jedenfalls in den Sommerferien 54 Tablets für die Lehrer der Sekundarschule. Die Kosten in Höhe von rund 30 000 Euro trägt der Schulzweckverband. Die Verwaltung stellt für die Anschaffung einen Förderantrag beim Land. Das hatte am 29. Juli eine Richtlinie herausgegeben, wonach dienstliche Endgeräte mit bis zu 500 Euro gefördert werden können. Noch steht nicht fest, ob die Kommune eventuell ein weiteres Förderprogramm für das Anschaffen der Lehrer-Tablets nutzen kann.

Klar ist hingegen, dass die Gemeinde 33 000 Euro für die Sekundarschule und 12 700 Euro für die Grundschule bei einem Eigenanteil von zehn Prozent für den Kauf von digitalen Endgeräten für Schüler mit besonderem Bedarf „zum Ausgleich sozialer Ungleichgewichte“ erhält. Eine Bedürftigkeitsprüfung ist nicht vorgesehen. Die Schulen entscheiden, welche Mädchen und Jungen die Geräte als Leihgaben erhalten sollen.

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