Schöppinger Gemeinderat beschließt Ausweisung von Bau- und Gewerbegrundstücken
Bagger auf den Weg gebracht

Schöppingen -

32 neue Grundstücke in Schöppingen, 16 weitere in Eggerode, dazu die Möglichkeit für das Antoniushaus, sich auf dem eigenen Grundstück deutlich zu erweitern: Der Schöppinger Gemeinderat hat bei seiner jüngsten Sitzung die Weichen für die zukünftige Bebauung gestellt.

Mittwoch, 02.09.2020, 18:42 Uhr
Das Baugebiet „Im Winkel“ soll in Richtung Sportplatz um 32 Baugrundstücke erweitert werden.
Das Baugebiet „Im Winkel“ soll in Richtung Sportplatz um 32 Baugrundstücke erweitert werden. Foto: SWO Stadtplanung

„In der Gemeinde Schöppingen besteht nach wie vor ein großer Bedarf an zeitnah mit Wohngebäuden bebaubaren Grundstücken“, beschreibt die Verwaltung in ihrer Sachdarstellung die aktuelle Lage. Nach dem Verkauf aller Grundstücke im Baugebiet „Am Überweg“ seien aktuell immer noch mehr als 70 Bewerber gelistet, die gerne in Schöppingen bauen würden.

32 der neuen Bauplätze sollen das bestehende Baugebiet „Im Winkel“ in Richtung Sportplatz erweitern. Die an einer U-förmigen Erschließungsstraße gelegenen Grundstücke haben in der Mehrzahl Größen von etwa 530 Quadratmetern.

Erster Schritt

Bis es so weit ist, kann es aber noch etwas dauern: Der jetzt gefasste Beschluss zur Einleitung des Verfahrens zur Änderung des Flächennutzungsplans ( FNP ) ist der erste Schritt des Verfahrens.

Weiter fortgeschritten ist bereits die Umsetzung der FNP-Änderung im Bereich „Winters Kamp“ in Eggerode. „Wir können dort zeitnah mit der Erschließung beginnen“, hofft Bürgermeister Franz-Josef Franzbach auf einen Start schon im kommenden Frühjahr. Auf der von der Vechtestraße, der Straße Auf der Ried, den Grundstücken der Vennemannstraße und den Sportplätzen begrenzten Fläche sollen zunächst 16 Grundstücke ausgewiesen werden, die fast genau die Hälfte des zur Verfügung stehenden Platzes ausmachen. Die zweite Hälfte kann in einem späteren Verfahrensschritt zu 16 weiteren Bauplätzen ausgewiesen werden.

Gesamtkonzept möglich

Planungssicherheit für die nächsten zehn Jahre soll der vom Rat gefasste Beschluss der St.-Antonius-Haus gGmbH geben: Die Einrichtung, deren einziger Gesellschafter die Kirchengemeinde St. Brictius ist, hat in den vergangenen Jahren nahezu sämtliche angrenzenden Grundstücke aufgekauft. Mit dem jetzt beschlossenen Bebauungsplan kann die gemeinnützige GmbH die Fläche mit einem Gesamtkonzept überplanen, das über die nächsten Jahre umgesetzt werden kann.

Der Bebauungsplan trägt anders als der bereits im März beschlossene den Zusatz „Innenentwicklung“, was dem St.-Antonius-Haus einige Vorteile beschert: Das Verfahren wird beschleunigt, die Verpflichtung zur Durchführung einer Umweltprüfung entfällt und die Beteiligung der wesentlichen Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange ist freiwillig.

Silicon Valley im Münsterland

Zu einer Art Silicon Valley soll sich das Gewerbegebiet „Esch“ entwickeln: Dort wird eine bisher landwirtschaftlich genutzte etwa 6000 Quadratmeter große Fläche umgewidmet und soll für die Erweiterung ortsansässiger Softwareunternehmen vorgehalten werden. „In der Ratssitzung hat kein Wahlkampf stattgefunden“, freute sich Bürgermeister Franzbach anschließend. Fast alle Beschlüsse seien quer durch die Fraktionen einstimmig gefasst worden.

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