Matthias Frye (CDU) gehörte sechs Jahre dem Gemeinderat an
Das soziale Engagement liegt im Blut

Eggerode -

Sechs Jahre war Matthias Frye Mitglied im Schöppinger Rat. Ein Blick zurück - und nach vorn.

Montag, 02.11.2020, 06:45 Uhr
Den Stammbaum seiner Familie kann Matthias Frye schon einige Hundert Jahre zurückverfolgen.
Den Stammbaum seiner Familie kann Matthias Frye schon einige Hundert Jahre zurückverfolgen. Foto: Rupert Joemann

Matthias Frye sitzt entspannt auf dem Sofa seiner Wohnung und lächelt verschmitzt. „Eggerode hat sich ganz gut Gehör verschafft“, sagt der 41-jährige Christdemokrat, der jetzt nach sechs Jahren aus dem Gemeinderat ausgeschieden ist. Am heutigen Montag werden um 18.30 Uhr in der Ratssitzung die Mitglieder des neuen Gemeinderats verpflichtet.

Mit Julia Roters ( CDU ), Maria Vormann (UWG) und ihm sei Eggerode im Vergleich zur Einwohnerzahl gut vertreten gewesen, findet der Lehrer, der an der Gesamtschule Ahaus unterrichtet. Aber letztlich, so Frye, „will jeder, dass es hier in Schöppingen und Eggerode funktioniert“. Die Reibungen seien früher zwischen den beiden Ortsteilen größer gewesen. Das habe sich gelegt.

Sich selbst sieht er „als sozial engagierten Menschen an, dem das Wohl des Einzelnen am Herzen liegt“. Diese soziale Ader hat er mit in die Wiege gelegt bekommen. Sein Vater war Küster in Eggerode, seine Mutter betrieb den Devotionalien-Laden. „Die Religion färbt natürlich ab“, sagt Matthias Frye.

So wundert es nicht, dass der Eggeroder unter anderem Religion unterrichtet. Eine andere Leidenschenschaft ist seit Schulzeiten Geschichte. Seine Examensarbeit im Geschichtsstudium schrieb Frye über die Sozialgeschichte von Eggerode.

Vor allem die Lokalgeschichte fasziniert ihn. „Da etwas Neues herauszufinden, finde ich recht spannend“, sagt Matthias Frye. Zuweilen fällt dann ein anderer Blick auf ein Ereignis oder falsche Informationen können richtiggestellt werden. Den Ausspruch „Das war schon immer so“ kann das CDU-Mitglied gar nicht haben: „Da verwehre ich mich gegen.“

Hier könne es mitunter auch ein Vorteil sein, dass er kein Ur-Eggeroder sei. „Dann kann ich vielleicht etwas unverblümter an Dinge herangehen“, sagt Matthias Frye.

Er selbst, der sich seit vielen Jahren im Eggeroder Karneval engagiert, trat vor ein paar Jahren dem Neuen Schöppinger Kolping Karneval Verein (NSKKV) in Schöppingen bei. Für ihn ist das „ein natürlicher Gang der Dinge“, schließlich stieg er dort seit 1994 in die Bütt. Selbstverständlich bleibt er aber auch für das Festkomitee aktiv.

Sich für die Gemeinschaft engagieren, ist ein Wesenszug des 41-Jährigen. Seit seinem 14. Lebensjahr als Mitglied der Eggeroder Pfarrjugend bringt sich Matthias Frye in den Vereinen ein. Nur einfach Mitglied sein und das Vereinsangebot wahrnehmen, das ist allerdings nicht sein Ding. Ihm ist das Mitgestalten wichtig.

In die Junge Union ist er über „eine Party-Tour reingerutscht“. Später engagierte er sich im Wahlkampf für seinen Schulkollegen Jens Spahn. Das ist auch den CDU-Verantwortlichen positiv aufgefallen. Sie fragten ihn 1999, ob er nicht sachkundiger Bürger werde wolle. Wollte Matthias Frye. „Sachkundiger Bürger ist ein guter Türöffner, um näher am politischen Geschehen zu sein“, weiß er.

Matthias Frye kann sich vorstellen, irgendwann wieder in den Gemeinderat einziehen zu wollen. In der abgelaufenen Legislaturperiode sei er nach Ralf Marpert das Nesthäkchen gewesen. „Da hat man noch so viel Alter vor sich, dass man vielleicht später wieder mitspielen kann.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7658934?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F103%2F156%2F
Nachrichten-Ticker