Vortrag in der Schöppinger Pfarrkirche
Schwester Andrea Lisdat macht Mut bei der Brictius-Woche

Schöppingen -

Handlungen werden immer von Gefühlen und Stimmungen beeinflusst. Das sei auch beim Mut so, meinte Schwester Andrea Lisdat von der Schönstattbewegung am Montagmorgen in einem Vortrag zum Thema „Mut tut gut – Fürchtet euch nicht“ im Rahmen der Brictius-Woche. Zum Mut gehört aber auch noch etwas anderes.

Montag, 09.11.2020, 17:08 Uhr
Schwester Andrea Lisdat
Schwester Andrea Lisdat Foto: Rupert Joemann

„Mut ist die Fähigkeit, etwas mit Herz anzugehen, auch wenn der Ausgang nicht sicher ist“, sagte Andrea Lisdat vor 25 Zuhörern in der St.-Brictius-Kirche.

Mut und Angst hingen zusammen. Der Mensch brauche beides, ist sie sich sicher. Der Mut im Glauben sei, „sich auf Gott einzulassen“. Der Glaube müsse in einem wachsen. Sie fragte, wie es sei, wenn der Glaube mit einem selbst nicht wachse? Schließlich nähmen die Sorgen im Laufe des Lebens automatisch zu.

Furcht ist ein Bremsfaktor.

Schwester Andrea Lisdat

Angst oder Furcht sind für Andrea Lisdat das Gegenteil von Mut. „Furcht ist ein Bremsfaktor.“ Auch in Ehrfurcht stecke das Wort Furcht. Jedoch „hindert Ehrfurcht mich nicht, mich auf etwas Größeres einzulassen. Auch Maria hätte sich auf Gott eingelassen, obwohl sie sicherlich Angst gehabt hatte. Es sei „ein sehr mutiger Schritt“ von ihr gewesen, ja zu sagen, als der Engel zu ihr gekommen sei und sagte, dass der Heilige Geist über sie kommen und sie einen Sohn gebären werde. Auch hier habe der Engel gesagt: Fürchte dich nicht. Maria habe sich von Gott getragen gefühlt, so Schwester Andrea Lisdat.

Mutiger Schritt von Maria

Die Zuhörer sollten sich nicht fürchten, Mut zu haben, mal im Alltag zu hören, ob Gott in einem sei. Doch dafür brauche es Stille. Die Einschränkungen der Corona-Pandemie sorgten für eine solche ruhige Zeit.

Jeder sollte aber auch an sich denken, mahnte sie. „Wer auf Dauer etwas Gutes tun will, muss auch für sich selbst etwas tun“, sagte Andrea Lisdat. Als Beispiel nannte sie die Ordensschwestern von Mutter Teresa. Die hielten sich stets den Donnerstag frei, um sich der eigenen Gemeinschaft zu widmen.

Auf Mutmacher vertrauen

Sie selbst, so Schwester Andrea Lisdat, habe als Kind mit Freundinnen versucht, zehn Minuten Stille einzuhalten. Das sei ihr schwer gefallen, aber „dann fängt langsam die Seele an“, sich zu melden.

Grundsätzlich sollten sich die Menschen „nicht von Muträubern einschüchtern lassen, sondern auf Mutmacher vertrauen. „Das Miteinander-unterwegs-Sein, ist dabei das Wichtigste.“

„Die Hoffnung müssen wir weitertragen und anderen Mut machen“, sagte Schwester Andrea Lisdat abschließend.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7670658?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F103%2F156%2F
Nachrichten-Ticker