Schützenbruderschaft St. Peter und St. Paul ehrt Antonius Blick für 60-jährige Mitgliedschaft
Natürlich Obertor, keine Frage

Schöppingen -

Wenn sich einer mit Schützenfesten auskennt, dann Antonius Blick. In gleich vier Vereinen war er zuweilen gleichzeitig Mitglied: Schützenbruderschaft St. Peter und St. Paul, Bürgerschützenverein, Schützenverein Ramsberg und Schützenverein Haverbeck. Von der Schützenbruderschaft St. Peter und St. Paul, den Obertorianern, wurde der 79-Jährige jetzt von Thomas Bitter (Vorsitzender) und Helmut Möllenkotte (Geschäftsführer) für seine 60-jährige Mitgliedschaft geehrt.

Montag, 03.05.2021, 05:44 Uhr aktualisiert: 03.05.2021, 16:02 Uhr
Seit sechs Jahrzehnten ist Antonius Blick (M.) Mitglied bei den Obertorianern. Der Vorsitzende Thomas Bitter (l.) und Helmut Möllenkotte (r.) dankten dem 79-Jährigen für die lange Vereinstreue.
Seit sechs Jahrzehnten ist Antonius Blick (M.) Mitglied bei den Obertorianern. Der Vorsitzende Thomas Bitter (l.) und Helmut Möllenkotte (r.) dankten dem 79-Jährigen für die lange Vereinstreue. Foto: Rupert Joemann

 

Die Häufung an Mitgliedschaften hatte einen einfachen Grund: Mit seiner Frau Veronika führte Antonius Blick jahrzehntelang die Gaststätte Zum Smutje, die das Paar erst im Sommer vergangenen Jahres aus Altersgründen aufgegeben hat. „Man musste da Mitglied sein“, sagt Antonius Blick ganz pragmatisch. Schließlich waren die Schützen nicht nur Kunden; die Blicks richteten auch zahlreiche Schützenfeste als Wirte aus.

„Ganz früher gab es Ausschreibungen“, erzählt Antonius Blick, den alle nur Zer nennen. Der Wirt, der am meisten bot, erhielt den Zuschlag. Da wurde zuweilen auch mit harten Bandagen gearbeitet. Da sei schon so einiges unter der Hand gelaufen, so Blick. Doch das ist sehr lange her. Später wechselten sich die Wirte brav ab.

Wir sind mit einer ganzen Gruppe von Freunden vom Obertor eingetreten.

Antonius Blick

Am Anfang, vor 60 Jahren, besuchte er die Schützenfeste als einfacher Gast. „Wir sind mit einer ganzen Gruppe von Freunden vom Obertor eingetreten“, erinnert sich Antonius Blick. Er wohnte in der Lindenstraße, da kamen nur die Obertorianer in Frage.

Zunächst stand das Festzelt auf Roosmanns Wiese, etwa da, wo heute der Edeka-Markt steht. Einmal wichen die Obertorianer zum Berghof im Ebbinghoff aus, das Haus links vor dem Wendehammer am Ende der Hauptstraße.

„Früher wurden zum Schützenfest extra ein Schwein und eine Kuh geschlachtet“, sagt der 79-Jährige, dessen Frau Veronika 1988 an der Seite von Josef Kemper Königin der Obertorianer war.

Schon von Beginn an hatte die Schützenbruderschaft zwei Kapellen bestellt. „Und montagabends gab es Tanzmusik“ – nach dem Frühschoppen. In den 70er-Jahren ging es in die neu gebaute Hueskamp-Turnhalle. Mittlerweile stehen die Schießanlage und das Festzelt auf dem Mühlenwall.

Die Mitglieder der beiden Schöppinger Schützenvereine besuchten regelmäßig die Feste der anderen Vereine. „Wir haben alle zusammen gefeiert.“ Neben den Schützenfesten habe es ja sonst auch nur Hochzeiten und das Feuerwehrfest gegeben, so der 79-Jährige. Die Schützenfeste waren „im Grunde die einzigen Feste. Da haben sich alle drauf gefreut.“

Die Jubilare

 

...

Auch die Schützenfeste in den Bauerschaften besuchte Antonius Blick regelmäßig. In den 60er-Jahren ging es beispielsweise zum Kegelabend nach Heven. Das seien tolle Feiern gewesen, erinnert sich der Schöppinger. Antonius Blick kann es beurteilen. Schließlich kennt er sich mit den Schützenfesten in der Vechtegemeinde aus.

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