Pontifikalamt zur Eröffnung der Wallfahrtssaison mit Weihbischof Ulrich Boom
„Schniederbernd sin Suon“

Eggerode -

Rund 75 Pilger haben sich am Samstag auf dem Freialtargelände in Eggerode versammelt, um mit dem Würzburger Weihbischof Ulrich Boom die heilige Messe zu feiern. Unter den Gästen waren auch manche aus seinem Heimatort Alstätte. Hinzu kamen einige Besucher in der Kirche. Bei etwas kühlem Frühlingswetter und nur gelegentlichem Sonnenschein lud der Marienwallfahrtsort zur zweiten offiziellen Wallfahrtseröffnung in Pandemie-Zeiten ein.

Montag, 03.05.2021, 05:47 Uhr aktualisiert: 03.05.2021, 05:50 Uhr
Ulrich Boom eröffnete in Eggerode die Wallfahrtssaison. Der gebürtige Alstätter ist mittlerweile Weihbischof in Würzburg.
Ulrich Boom eröffnete in Eggerode die Wallfahrtssaison. Der gebürtige Alstätter ist mittlerweile Weihbischof in Würzburg. Foto: Matthias Frye

 

Gemeinsam mit den Ortsgeistlichen Pfarrer Diedershagen, Pastor em. Böcker und Pater Josef feierte der Würzburger Weihbischof mit den Gläubigen mit entsprechendem Abstand auf dem Außengelände die heilige Messe. Ein Chor aus sechs Sängerinnen und Sängern untermalte mit Gesang feierlich das Pontifikalamt.

„Es ist eine wunderbare Sache“, so Ulrich Boom , „ich bin in Himmelspforten, dem Exerzitienhaus, in Würzburg gestartet und hier in Eggerode bei ,Unserer lieben Frau vom Himmelreich‘ gelandet.“ Für ihn sei es immer eine schöne Gelegenheit, im Münsterland den ein oder anderen Besuch zu absolvieren.

So hatte er im Vorfeld auf seiner kurzen Dienstreise das Priesterseminar in Münster und Bischof Felix Genn einen Besuch abgestattet. „Grüßen Sie mir die Pilger in Eggerode“, zitierte er den Diözesanbischof.

In seiner Predigt ging er am 1. Mai, dem Tag der Arbeit, auf den Handwerker und Gemahl der Gottesmutter Maria ein, dessen besonderes Andenken in diesem Jahr in der katholischen Kirche gefeiert wird. Er selbst, so erläuterte der Weihbischof Boom recht volksnah über sich, entstamme einer einfachen Handwerkerfamilie, und er sei daher im Ort besser unter „Schniederbernd sin Suon“ (Schneider Bernds Sohn, wie er seinem Fahrer erklärte) bekannt gewesen.

Josef habe als Ehemann stets im Vertrauen auf Gott treu zu seiner Familie gehalten. Dieses unerschütterliche Vertrauen mache letztlich die heilige Familie aus. Dieses Vertrauen, das letztlich alles zum Guten geführt werde, sei gerade in diesen schwierigen Zeiten das, was einen weiter durchhalten lasse. „Kirche ist immer Baustelle“, sagte Boom, „das zeigt sich besonders in Krisenzeiten.“

Die Kirche sei wie vieles andere auch im Homeoffice oder eher im Homeschooling, um im Bild der Pandemie zu bleiben, so der Weihbischof. Daher mache gerade das Motto der diesjährigen Wallfahrt, „Atme in uns, heiliger Geist“ Mut, weiter durchzuhalten und weiter auf Gottes Wirken zu vertrauen, dass letztlich alles gut werde.

Auch wenn sein Protokoll kein Besuch in seinem Geburtsort Alstätte zuließ, nahm er sich nach dem Pontifikalamt dennoch die Zeit, noch im Priestergewand mit einzelnen Pilgern ins Gespräch zu kommen.

Mit einem Privatfoto vom Marienbild in der Gnadenkapelle im Gepäck verließ der Dienstwagen des Weihbischofs gegen Mittag wieder den Wallfahrtsort.

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