Kreis Coesfeld
"Ein wichtiger Schritt"

Dienstag, 13.04.2010, 00:04 Uhr

Kreis Coesfeld . "Ein wichtiger Schritt in Richtung Kinderschutz ist im Kreis Coesfeld getan", verkündete Raoul Termath , stellvertretender Leiter des Kreisjugendamtes Coesfeld, stolz, als er 25 Mitarbeitern des Kreisjugendamtes sowie des Stadtjugendamtes Coesfeld ihre Zertifikate als Kinderschutzfachkräfte überreichte. In einem mehrmonatigen Zertifizierungskurs des Institutes für Soziale Arbeit in Münster (ISA) hatten sie sich mit Themen rund um Kinderschutz, Kooperationen mit anderen Institutionen und Verbesserungsmöglichkeiten beim Umgang mit Kinderschutzfällen beschäftigt. Neben der gesetzlichen Anforderung sieht Termath vor allem in tragischen Kindesmisshandlungs- und -vernachlässigungsfällen die Dringlichkeit dieser Zusatzqualifikation: "Unsere Mitarbeiter tragen eine hohe Verantwortung, wenn Kinder gefährdet sind. Da ist eine fachlich kompetente Gefährdungseinschätzung das A und O." Gerade für die Mitarbeiter im Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) sei die Fortbildung sinnvoll gewesen, da er als erste Anlaufstelle fungiere. "Da wir sofort handeln müssen, wenn das Wohl von Kindern oder Jugendlichen bedroht ist, benötigen wir konsequente Standards, die ein fachliches Handeln gewährleisten", erklärte Termath. Die Schulung zur Kinderschutzfachkraft erhöhe Fachlichkeit und Handlungssicherheit in Krisenfällen. In drei Blockseminaren wurden die Teilnehmer von Spezialisten auf dem Gebiet Kinderschutz geschult. Regine Müller , wissenschaftliche Mitarbeiterin des ISA, machte in ihrem Vortrag auf die Wichtigkeit gelingender Kooperationen zwischen dem Jugendamt und anderen Institutionen aufmerksam: "Auch ein gutes Netz an Kooperationspartnern zeichnet eine Kinderschutzfachkraft aus." Denn bei der Wahrnehmung von Anzeichen für mögliche Gefährdungen seien die ASD-Fachkräfte häufig auf die wachsamen Augen von Lehrern, Erzieherinnen, Ärzten und weiteren Personen angewiesen. Auch die Zusammenarbeit mit den Familiengerichten sei von großer Bedeutung, da Eingriffe in das Elternrecht nur auf familiengerichtlichen Beschluss erfolgen können. Das Ergebnis der hausinternen Fortbildung konnte sich am Ende sehen lassen: Alle 25 Teilnehmer nahmen ihre Zertifikate, überreicht von Regine Müller und Raoul Termath, strahlend entgegen.

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