Kreis Coesfeld
Wechsel bei Kreisrotkreuzleitung

Ascheberg. Bernhard Thyen, früherer Gemeindedirektor und heutiger DRK-Ortsvereinsvorsitzender von Ascheberg, hatte als Versammlungsleiter der DRK-Kreisversammlung am Donnerstagabend im Saal der Breilklause in Ascheberg leichtes Spiel. Alle Arme waren in Sekundenschnelle oben, als er nach der Wiederwahl von Ludger Gödde (Lüdinghausen) als Präsident fragte. Und auch die...

Freitag, 19.11.2010, 00:11 Uhr

Ascheberg . Bernhard Thyen , früherer Gemeindedirektor und heutiger DRK-Ortsvereinsvorsitzender von Ascheberg, hatte als Versammlungsleiter der DRK-Kreisversammlung am Donnerstagabend im Saal der Breilklause in Ascheberg leichtes Spiel. Alle Arme waren in Sekundenschnelle oben, als er nach der Wiederwahl von Ludger Gödde ( Lüdinghausen ) als Präsident fragte. Und auch die Bestätigung seiner Stellvertreterin Renate Haltern (Lüdinghausen) für weitere drei Jahre war wie viele andere Personalien reine Formsache. Die 85 DRK-Delegierten aus 15 Ortsvereinen setzten bei den Präsidiums- und Kreisausschusswahlen auf Kontinuität. Ein Wechsel war allerdings in der Funktion des Schatzmeisters unumgänglich, weil Amtsinhaber Dr. Ansgar Hörster sich beruflich verändert hatte. Der frühere Fachbereichsleiter bei der Kreisverwaltung Coesfeld ist jetzt Kreisdirektor in Borken, versprach aber auch dort den Rot-Kreuz-Gedanken weiter aktiv zu vertreten. Der vom DRK-Kreisausschuss für die Nachfolge nominierte Dülmener Reinhard Thiele (52), der in Coesfeld bei der Sparkasse Westmünsterland arbeitet und sich daher gut mit Zahlen auskennt, wie er selbst anmerkte, erhielt einen einstimmigen Vertrauensvorschuss. Eine Veränderung aus persönlichen Gründen stand auch bei der Kreisrotkreuzleitung an: "Mir fällt der Schritt nicht leicht", gestand Agnes Hildebrandt (Buldern), die den Staffelstab nach sechs Jahren an die mit großer Mehrheit gewählte Nicole Scholz (30) aus Herbern weiterreichte. Sowohl bei Hörster als auch bei Hildebrandt bedankte sich Gödde mit einem Frühstückskorb für das Engagement. Dieses Engagement der vielen Freiwilligen ist es, die das Besondere der Rot-Kreuz-Arbeit ausmacht und die durch nichts zu ersetzen sei, unterstrich Gastredner Dr. Jörg Twenhöven, Präsident des DRK in Westfalen-Lippe. Schon seit Jahrzehnten sei das Rote Kreuz ein verlässlicher Partner der öffentlichen Hand - zum Beispiel beim Rettungsdienst, unterstrich er. Leider werde diese Partnerschaft jetzt in vielen Teilen des Landes in Frage gestellt. Leistungen würden ausgeschrieben - und dabei trete Qualität und Nachhaltigkeit oft in den Hintergrund. "Wenn es nur nach dem Markt geht, werden wir nicht mehr mithalten können", prophezeite er. Aber die Entscheidungsträger müssten bedenken, was sie riskieren: "Zurzeit sind wir jederzeit einsatzbereit. Wenn wir im Rettungsdienst nicht mehr überall eingesetzt werden, werden wir auch im Katastrophenfall nicht mehr richtig einsetzbar sein." Wer nicht trainiert sei, so Twenhöven, der könne auch im Einsatz nicht der Beste sein.

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