Kreis Coesfeld
"Zartbitter" plant Beratung im Kreis

Kreis.Coesfeld. Der Verein "Zartbitter" aus Münster möchte mit einer Fachberatungsstelle gegen sexuelle Gewalt auch im Kreis Coesfeld ein Beratungsangebot schaffen. Ein entsprechender Antrag wurde jetzt beim Kreis gestellt. "Anlass sind die hohen Bedarfszahlen der letzten zwei Jahre", erläuterte Astrid-Maria Kreyerhoff im Sozialausschuss, dem sie das Konzept von "Zartbitter"...

Freitag, 11.02.2011, 00:02 Uhr

Kreis. Coesfeld . Der Verein " Zartbitter " aus Münster möchte mit einer Fachberatungsstelle gegen sexuelle Gewalt auch im Kreis Coesfeld ein Beratungsangebot schaffen. Ein entsprechender Antrag wurde jetzt beim Kreis gestellt. "Anlass sind die hohen Bedarfszahlen der letzten zwei Jahre", erläuterte Astrid-Maria Kreyerhoff im Sozialausschuss, dem sie das Konzept von "Zartbitter" vorstellte. So hätten sich allein in 2009 55 Personen aus dem Kreis Coesfeld an die Beratungsstelle in Münster gewandt, die aber nur in Ausnahmefällen Hilfesuchende aus dem Kreis beraten darf. Kreyerhoff betonte, dass "Zartbitter Münster" nicht als Anknüpfung an die in 2008 aufgelöste Beratungsstelle "Zartbitter Coesfeld" zu verstehen sei. "Wir haben nur den gleichen Namen, sonst aber nichts miteinander zu tun." Das Konzept der Münsteraner, das auch im Kreis Coesfeld greifen könnte, sei ein anderes. Auch der "Runde Tisch zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und Kinder" im Kreis sieht Handlungsbedarf und empfiehlt ortsnahe Beratungsstellen in Coesfeld, Dülmen und Lüdinghausen. Der Antrag von "Zartbitter" wurde im Sozialausschuss nur zur Kenntnis genommen und nicht beraten, er kommt jetzt zunächst in den Jugendhilfeausschuss (17.2.) und in den Finanzausschuss (21.2.). "Aus Verwaltungssicht gibt es für Kinder und Jugendliche sehr wohl einen Bedarf", sagt Fachbereichsleiter Detlef Schütt auf Nachfrage. Dies gelte vor allem für unter 18-jährige Mädchen und Jungs, für über 18-Jährigen seien hingegen verschiedene Angebote installiert. Von daher will die Verwaltung der Politik vorschlagen, einem Beratungsangebot für Mädchen und Jungen unter 18 Jahren zuzustimmen, das aber mit "Zartbitter" nicht pauschal, sondern nach Aufwand verrechnet würde. In Dülmen und in Coesfeld, die involviert wären, weil sie ein eigenes Jugendamt haben, steht das Thema ebenfalls zur Diskussion. Die Jugendämter beider Städte würden laut Schütt der vorgeschlagenen Lösung zustimmen. Entscheiden muss aber in allen Fällen (Kreis, Coesfeld, Dülmen) die Politik.

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