Falsche Freundin am Telefon
Seniorin um hohe Bargeldsumme betrogen

Nordkirchen -

Um einen hohen vierstelligen Betrag ist am Dienstag eine 79-Jährige erleichtert worden. Die Seniorin aus Nordkirchen fiel auf eine vermeintliche Freundin am Telefon herein.

Mittwoch, 12.06.2019, 12:51 Uhr aktualisiert: 12.06.2019, 13:06 Uhr
Falsche Freundin am Telefon: Seniorin um hohe Bargeldsumme betrogen
Eine falsche Freundin hat am Donnerstag bei einer Seniorin aus Nordkirchen mehrere tausend Euro ergaunert. Foto: dpa

Unbekannte haben eine 79-jährige Nordkirchenerin um eine hohe vierstellige Bargeldsumme betrogen. Eine Betrügerin hatte die Seniorin am Dienstagmittag angerufen und sich als eine langjährige Freundin ausgegeben. Die Frau erzählte, sie brauche dringend kurzfristig eine größere Summe Bargeld. Die Seniorin erklärte sich bereit, ihrer vermeintlichen Freundin zu helfen und holte das Geld von ihrer Bank.

Gegen 15.30 Uhr übergab sie das Geld einem Mann, der sich als Kurier ausgab, berichtet die Polizei. Der Täter war etwa 1,70 Meter groß, 30-40 Jahre alt und korpulent. Er sprach akzentfrei deutsch. Der Mann trug eine Mütze, Sonnebrille, ein helles T-Shirt und eine dunkle Hose.

Hinweise

Zeugenhinweise bitte an die Polizei: 02591/7930.

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Die Geldübergabe fand an einem Wohnhaus im Nordkirchener Ortskern statt. Erst als sich die Seniorin später mit ihrer Freundin traf, fiel der Betrug auf.

Wie man sich vor Betrug am Telefon schützen kann

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  • Immer wieder versuchen Betrüger vor allem ältere Menschen am Telefon zu täuschen, um so an ihr Geld zu kommen. Die Polizei gibt Tipps für das Verhalten am Telefon.

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  • Geben sich die Anrufer als Polizisten aus, ist wichtig zu wissen: Die 110 ruft nie an!

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  • Wird man angerufen, soll man sich nicht mit dem Namen melden. Besser sei es auf Begrüßungsformeln zurückzugreifen, wie „Hallo“ oder „Guten Tag“. Das erschwert es den Anrufern, sich das Vertrauen zu erschleichen.

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  • „Hallo Oma, ich bin es!” Wenn sich der Anrufer nicht mit Namen meldet, soll man sich nicht dazu verleiten lassen, den Namen zu erraten.

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  • Um sich selbst zu schützen, sollte man am Telefon keine persönlichen Daten preisgeben.

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  • Auf Fragen oder Aussagen des Anrufers nie mit „Ja“ antworten. Betrüger könnten das „Ja“ aufzeichnen und bei sprachgesteuerten Diensten als Einverständniserklärung nutzen.

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  • Ganz wichtig: Auflegen ist erlaubt. Kommt einem der Anruf merkwürdig vor - einfach auflegen!

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  • Ist man sich unsicher, immer eine vertraute Person hinzuziehen.

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  • Die Betrüger gehen oft geschickt vor und verwickeln einen in lange Gespräche. Aus diesen heraus zu kommen, ist manchmal nicht einfach, Um sich zu schützen, sollte man nicht warten, dass der Anrufer das Telefonat beendet, sondern selbst die Initiative ergreifen.

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  • Auch „Nein“ zu sagen ist erlaubt. Möchte man auf Fragen des Anrufers ungern antworten, ist es nicht schlimm, die Frage nicht zu beantworten und „Nein“ zu sagen.

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  • Haben Betrüger angerufen, sollte man die Polizei informieren, indem man die 110 wählt.

    Die Polizei im Kreis Borken bietet die Tipps auch als übersichtliche Infokarte zum Download an, die man ausgedruckt neben das Telefon legen kann.

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