Ascheberg
Einbruchserie in Kindergärten reißt nicht ab

Mittwoch, 06.02.2008, 18:02 Uhr

Ascheberg . Die Einbruchserie in die Ascheberger Kindergärten reißt nicht ab: In der Nacht zum gestrigen Mittwoch sind seit Anfang Dezember bereits zum dritten Mal Unbekannte in die DRK-Tageseinrichtung Rheinsbergring eingestiegen. Rechnet man die Einbrüche in den anderen drei Ascheberger Kindergärten (WN berichteten) hinzu, kommt man auf rund ein Dutzend Delikte in nur einem halben Jahr.

Rheinsbergring- Leiterin Petra Zumbülte schüttelt verständnislos und verärgert den Kopf: „Hier gibt es eigentlich nichts zu klauen. Bargeld ist grundsätzlich in keiner Einrichtung vorhanden. Da gibt es eine ganz strikte Anweisung. Und die beiden Computer und den Flachbildschirm haben sie schon beim letzten Mal mitgehen lassen. Vielleicht dachten sie, wir hätten mittlerweile neue PCs angeschafft“ Am Rheinsbergring wurde Mittwochnacht zwar nichts entwendet, doch sei durch das Aufhebeln eines Fensters sowie durch das misslungene Aufhebeln einer Tür ein Sachschaden von schätzungsweise 1000 Euro zurück geblieben, sagt Petra Zumbülte. Nachdem die Einbrüche fast schon regelmäßig geschehen, müsse nun bezüglich der Sicherheitsvorkehrungen etwas passieren.

Dieter Pape vom Vorstand des DRK Ascheberg hat bereits Kontakt mit der Versicherung aufgenommen. „Wir haben darüber gesprochen, ob und was man hinsichtlich der Sicherheit machen kann. Es kann ja so nicht weitergehen, in einer Nacht ist sogar schon einmal in alle vier Kindergärten eingebrochen worden“, skizziert Pape die Situation. Da Sicherheitsmaßnahmen wie zum Beispiel Bewegungsmelder oder eine Videoüberwachung mit Kosten verbunden seien, müsse über konkrete Schritte zunächst im DRK-Vorstand beraten werden.

Noch ärgerlicher ist die Situation für die beiden Kindergärten in Trägerschaft der katholischen Kirche, St. Lambertus und St. Katharina: Dort ging es in den vergangenen Monaten nicht allein um Einbruchdiebstähle, sondern auch um Vandalismus (WN berichteten). Offenbar andere – jugendliche– Täter, von denen zwei erwischt wurden, sauten des Nachts mit Majonäse und Ketschup herum, urinierten in einen Raum, räumten den Kühlschrank aus. „Im Kindergarten St. Lambertus sind sie durch die Lichtkuppel eingestiegen. Da haben wir bereits einen Riegel vorgeschoben“, berichtet Kirchenvorstandsmitglied Benno Leidiger, der sich über die „immens hohen Kosten“ ärgert und darauf hinweist, dass „mit der Kripo vor Ort“ beraten wurde, welche Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden können. „Wir haben uns schon Angebote machen lassen“, sagt Leidiger und fragt: „Was wollen die eigentlich in den Kindergärten? Eine alte Gitarre, die an der Wand hängt? Es gibt nichts zu holen – es entsteht nur hoher Sachschaden.“

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