Ascheberg
Ballnacht und ein Debüt

Sonntag, 14.06.2009, 16:06 Uhr

Davensberg - Nichts ist so beständig wie die Veränderung, besagt ein altes Sprichwort. Auf die Bürgerschützen Davensberg traf das am Samstagabend vor dem großen Festball gleich in doppelter Hinsicht zu. Denn nach dem Festhochamt, Fahnenschlag am Burgturm und dem Platzkonzert stand traditionell der große Zapfenstreich auf dem Programm. Und hier war eine Gruppe ganz besonders aufgeregt: die Davensberger Turmbläser. Schließlich gaben sie ihr Debüt und spielten erstmals gemeinsam mit dem Kolpingspielmannzug Ascheberg den großen Zapfenstreich.

„Wir sind ganz schön nervös“, gab der erste Vorsitzende Franz-Josef Zientek kurz vorher zu. „Seit Januar haben wir dafür geübt“, verriet Zientek. Denn damals kam die überraschende Anfrage seitens der Bürgerschützen. Die Bläsergruppe Ascheberg konnte den Termin nicht halten und deshalb war Ersatz gefragt. Die Turmbläser richteten für diesen Auftritt einen Workshop ein und holten Manfred Hölscher als Dirigent. „Denn das ist das A und O beim Zapfenstreich, den kann längst nicht jeder dirigieren“, so Zientek.

Da die Turmbläser eine gute Verbindung zur Blaskapelle unterhalten und einige von ihnen selber auch bei der Blaskapelle aktiv sind, war das kein Problem. „Bläser sind ein Muss bei einem Zapfenstreich, ohne die läuft da gar nichts“, kam den Turmbläsern diese Verbindung somit gleich in doppelter Hinsicht zu Gute.

Die nächste Neuerung folgte gleich auf dem Fuße. Denn Tambomajor Frank Neve , der an diesem Abend sein Silberjubiläum als Tambomajor feierte, lotste König Hermann Horstkötter samt Riesengefolge an den Waldrand. „Dieser Standort unter den Eickholts gegenüber von Eickholt ist auch für uns neu“, verriet der Tambomajor. Mit einer Festmusik der Meistersänger von Nürnberg „für die Meisterschützen von Davensberg“, wie Neve schmunzelnd einfügte, nahm das Spektakel seinen Auftakt. Der nicht endend wollende Applaus der großen Gästeschar war dann wohl das größte Kompliment für die Debütanten und die Spielleute.

„Nicht nur der Einzelne, sondern die Mannschaft ist der Star und hatte ich nicht eine Top-Mannschaft?“, bedankte sich Neve bei seinen Musikern, nachdem er bei König Hermann Vollzug gemeldet hatte. Und als der Jägerzug schon abmarschbereit Richtung Festzelt stand, da wartete eine weitere Überraschung unter „den Eickholts“. Eine für Frank Neve. „Dieses ernsthafte Gesicht, diese Haltung, die zugleich Charisma ausdrückt, prägen den Zapfenstreich, der Mann, zudem es gehört prägt den Spielmannzug Ascheberg“, dankte die stellvertretende Bürgermeisterin Maria Schulte-Loh dem Tambourmajor für seine Treue. Der Kolpingspielmannszug Ascheberg ging noch einen Schritt weiter und heftete seinem Tambourmajor kurzerhand einen Orden für besondere Verdienste an das Revers. Steffi Wacker erinnerte an 25 Jahre als Tambourmajor, aber auch an 25 Jahre aktive Vorstandsarbeit von Neve. „Mit 17 Jahren hat er erstmals den Zapfenstreich in Davensberg dirigiert und damals war er mächtig aufgeregt“, verriet sie und gab noch ein Geheimnis preis: „Er hat viel geübt, richtig viel und so manches Loch mit seinem Tambourstab in die Decke geschlagen“.

Anschließend ging es zum Festzelt, wo König Hermann Horstkötter mit seiner Königin Ulla und dem Hofstaat bestehend aus Brigitte und Herbert Kimmina sowie Lydia und Michael Eickholt zur rauschenden Ballnacht lud.

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