Ascheberg
Frauen sprechen zu oft in Rätseln

Donnerstag, 19.11.2009, 14:11 Uhr

Ascheberg - Schon Loriot hat treffend festgestellt: „Männer und Frauen passen einfach nicht zusammen.“ Dieses Problem liegt wohl zu großen Teilen darin begründet, dass die Geschlechter verschiedene Sprachen sprechen. „Männer kommen in ihrer Sprache direkt von A auf B. Frauen sind da ganz anders: Sie umkreisen B spiralförmig“, weiß Irene Bouillon . Die Lüdinghauserin referierte auf Einladung der Familienbildungsstätte FBS und der KFD im Rahmen des Mittwochsforums im Pfarrheim St. Lambertus über „Frauensprache - Männersprache“ und gab dabei Tipps für eine bessere Kommunikation.

„Liegt es daran, dass es eine Einladung der KFD ist, dass hier nur Frauen sitzen?“ So ganz glauben kann Irene Bouillon das nicht. Oft genug hat sie nämlich die Erfahrung gemacht, dass die Herren der Schöpfung offenbar mit ihrer Kommunikation recht zufrieden sind und folglich bei Vorträgen solcher Art lieber zuhause bleiben.

Weil zudem auch noch Fußball im Fernsehen gezeigt wurde, wundert es nicht, dass am Mittwoch ausschließlich gut ein Dutzend weibliche Besucherinnen ins Pfarrheim gekommen waren.

„Es geht hier nicht darum, die eine Art gegen die andere auszuspielen“, machte die Referentin gleich zu Beginn ihres Vortrags deutlich. Sie stellte zunächst die vier Seiten einer Nachricht nach Schulz von Thun dar und sorgte mit der Schilderungen praktischer Kommunikationsbeispiele für Erheiterung bei den Zuhörerinnen.

Dass die sachliche Aussage eines Beifahrers „Die Ampel ist grün“ beim Empfänger durchaus als Vorwurf ankommen kann, hatten fast alle Besucherinnen schon erlebt.

„Das weibliche Gehirn ist sehr viel mehr vernetzt als das männliche. Das hat Entsprechungen in unserem Verhalten. Deswegen können Mädchen in der Regel auch eher sprechen als Jungen“, weiß Irene Bouillon. Jungen seien eher sachbezogen, während für Mädchen die Beziehungsebene wichtig sei.

Bedeutungslos für die Intelligenz ist laut Referentin aber die kleinere Gehirnmasse der Frauen. „Dafür gibt es nämlich im weiblichen Gehirn mehr Windungen“, betonte sie und lacht: „Wir haben eben Qualität statt Quantität“. Sie erklärte, dass Frauen Konflikte lösen, indem sie darüber sprechen; Männer sich hingegen bei Problemen zurückziehen, um sie mit sich selbst auszumachen.

Ein wichtiges Anliegen sei ihr der Respekt vor der Andersartigkeit der Sprache beider Geschlechter, betont Irene Bouillon „Frauen sollten von der Schwäche in der Sprache wegkommen, klar formulieren und sich nicht zurücknehmen. Sie müssen lernen, ihre Umwelt nicht zum Rätselraten zu zwingen. Wenn wir etwas wollen, dann sollten wir es auch sagen.“ Den - leider abwesenden - Herren der Schöpfung legte die Referentin ans Herz, auf Zwischentöne zu hören und durch Nachfragen Klarheit zu schaffen. Bouillon rief zum Verständnis füreinander auf: „Schätzen Sie die andere Sorte Mensch´ auch wert, und stecken Sie Schwierigkeiten einfach mit einem Schmunzeln weg.“

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/316023?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F158%2F697499%2F697501%2F
Vorfreude auf den Demo-Tag
Selmar Ibrahimovic, hat die Demo in Warendorf mitorganisiert.
Nachrichten-Ticker