Ascheberg
OJA feiert 15. Geburtstag

Dienstag, 27.07.2010, 21:07 Uhr

Ascheberg - Rechtsradikale Umtriebe unter Jugendlichen in Herbern riefen 1994 die Politik auf den Plan. Ihr Stichwort lautete offene Jugendarbeit. Ein Jahr währte die Suche nach dem richtigen Konzept, dann wurde am 6. Juli 1995 der Verein Offene Jugendarbeit Ascheberg ( OJA ) ins Leben gerufen. Auf diesen 15. Geburtstag machten gestern bei einem Pressegespräch die Mitarbeiter aufmerksam.

„Als ich am 1. Februar in das Büro kam, standen dort ein leerer Schreibtisch, ein Stuhl und ein Telefon, das nicht angeschlossen war“, beschrieb Claudia Horn im Frühjahr 1996 den eigentlichen Start. Sie war die erste Sozialarbeiterin, die von der OJA angestellt worden war. Nach vier Monaten warf sie aber das Handtuch. So gab Ulf Hecht der OJA ein Gesicht. Im, Herbst 1998 wurde das Team durch Wencke Lemcken verstärkt, am 1. März 2000 mit Uta Kerckhoff . Den Platz, den Ulf Hecht 2004 räumte, nimmt seit 2005 Dirk Hermann ein. Aktuell wird das Team von Saskia Adrians verstärkt. Sie übernimmt Stunden, auf die Uta Kerckhoff wegen einer Fortbildung verzichtet. Die 25-jährige Berufsanfängerin aus Münster hat im Dezember 2009 ihr Studium als Diplom-Sozialpädagogin abgeschlossen. In Ascheberg will sie „im Berufsleben Fuß fassen“. Ihre Praktika hat sie Kinderheimen absolviert. Verlassen wird das Team Kim Kuhnert. Die 20-Jährige startete vor einem Jahr in Ascheberg, um eine Etappe auf dem Weg zur Erzieherin zurückzulegen. Die zwölf Monate, die sie bravourös absolvierte haben die beruflichen Pläne beeinflusst: „Ich gehe noch ein Jahr zur Schule, dann habe ich mein Fachabi und studiere Sozialpädagogik.“

Eine große Feier ist zum 15. Geburtstag nicht geplant. Damit müsste die OJA auch „außer Haus“ gehen. Denn das großzügige neue Domizil an der Lüdinghauser Straße darf erst nach dem Schaffen eines zweiten Fluchtweges mit mehr als 25 Personen besucht werden.

Uta Kerckhoff und Dirk Hermann verwiesen gestern einerseits auf das umfangreiche Programm: Regelmäßige Öffnungszeiten im OJA-Café Ascheberg, Southfive Herbern und in Davensberg; Ferienprogramme, Wochenendzeltlager, diverse Fahrten, Spielshows, Juleica-Seminare, Anschubhilfe für den Mädchenfußball in Ascheberg, Themenabende, das Projekt „Nein darf sein“ und mehr. Beim 15-Jährigen informieren die Sozialarbeiter aber auch von vielen Einzelgesprächen und persönlichen Hilfen etwa bei Bewerbungen. Bei Problemen in der Familie kommen auch schon einmal Eltern zu Gesprächen mit zur OJA.

Mittlerweile ist die OJA gut vernetzt. „Wir haben einen guten Ruf im Kreis“, freut sich Uta Kerckhoff. Das Geben und Nehmen und der Austausch von Ideen regen die Arbeit an und führen zu Lösungen, die alleine möglicherweise niemand gefunden hätte.

Beim Blick nach vorne hofft das Team, dass die Brandschutzfessel bald gelöst wird. Denn dann können die Räume wie vorgesehen genutzt werden. Das ist wie die gesamte Arbeit nicht umsonst zu haben. Spenden sind bei der OJA darum willkommen. „Wir nehmen auch Materialspenden in Form einer Rauchschutztür“, meint Dirk Hermann.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/166097?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F158%2F697477%2F697490%2F
Starker Anstieg der Mäusepopulation im Münsterland
Rötelmäuse wie diese übertragen das Hantavirus.
Nachrichten-Ticker