Ascheberg
„Summerwinds“ bereichert Jubiläumsangebot

Mittwoch, 11.08.2010, 18:08 Uhr

Davensberg - Das Davertdorf vor 500 Jahren. die St. Anna-Kirche wird geweiht - ein bisschen soll am 28./29. August bei der großen Jubiläumsfeier das Damals wieder lebendig werden. In vielen Bereichen fällt es schwer, die Zeit bis 1510 zurückzudrehen. Weniger ist das beim musikalischen Höhepunkt der Feierlichkeiten der Fall. Denn im Rahmen der Konzertreihe „ Summerwinds “, die im gesamten Münsterland zu hören ist, wird in Davensberg Renaissancemusik in Vollendung geboten. Die international viel gefragte Capella de la Torre spielt am 28. August (Samstag) um 18 Uhr in der Pfarrkirche St. Anna . Der Eintritt ist kostenlos.

Die Capella de la Torre hat sich seit ihrer Gründung im Jahr 2005 innerhalb kürzester Zeit zu einem der gefragtesten jungen Ensembles im Bereich der Alten Musik in Mitteleuropa entwickelt. Sie versammelt Musiker, die sich als Spezialisten für historische Aufführungspraxis einen Namen gemacht haben. Leitgedanken des Ensembles bildet dabei, die reiche und bislang viel zu wenig beachtete Musik aus Mittelalter und Renaissance mit professionellem Anspruch zur Aufführung zu bringen und damit wieder direkt erfahrbar zu machen.

Den Namen „de la Torre“ kann man auf zweierlei Weise verstehen: Die Gruppe widmet sich im Besonderen der Musik für historische Blasinstrumente wie Schalmei, Pommer, Dulzian, Posaune und Zink, zeitgenössisch als „Capella Alta“ bekannt. Anfang des 16. Jahrhunderts komponierte der Spanier Francisco de la Torre das wohl berühmteste Stück für eine solche Besetzung, seine „Danza Alta“. Neben dieser Hommage an den Komponisten ist der Name aber auch ganz wörtlich zu verstehen: „De la Torre“ bedeutet übersetzt „vom Turme“. Bläsergruppen, in Spanien Ministriles genannt, musizierten häufig von Türmen oder Balkonen herab bei Festen und anderen offiziellen Veranstaltungen. So gibt es bis heute in vielen Städten die „Torres de los Ministriles“.

Capella de la Torre pflegt jedoch nicht nur die spanische Musik, sondern widmet sich den in ganz Europa verbreiteten „Hauts Instruments“, also den „lauten Instrumenten“. Dabei legt die „Capella de la Torre“ besonders Wert auf ein gepflegtes und kultiviertes Spiel, das ganz besonders im Piano Maßstäbe setzt. Die Besetzung des Ensembles vorwiegend mit historischen Doppelrohrblattinstrumenten stellt eine in der heutigen Musikszene wenig gepflegte Praxis dar, die besonders in Deutschland als einzigartig angesehen werden kann. Programm ist die Wiederbelebung der musikalischen Tradition von Ministriles, Piffari und Stadtpfeiffern.

Nach der Konzertpause wird Angelika Lorenz den Davensberger Altar und die Evangelisten des Hermann tom Ring vorstellen.

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