Ascheberg
Bauhof darf Fahrzeuge ordern

Freitag, 11.03.2011, 19:03 Uhr

Ascheberg - Die Kommunalpolitiker stöhnten oft beim Beraten des Haushaltsplans, weil ihnen Informationen fehlten. In der Regel half ihnen die Verwaltung weiter, an einem Punkt hatte sie aber selbst nicht alle Fakten präsent. Das wurde am Donnerstag bei der Besichtigung des Bauhofes offenkundig. Die Kommunalpolitiker waren an die Industriestraße gefahren, um die Fahrzeuge in Augenschein zu nehmen. Im Haushaltsplan hatten sie zuvor 50 000 Euro für den Kauf eines Großflächenmähers mit einem Sperrvermerk versehen.

Bauhofleiter Andreas Nünneke stellte den Politikern Überraschendes vor: Für die 50 000 Euro möchte der Bauhof zwei Fahrzeuge anschaffen, eine neuen Minitrecker zum Rasen mähen, Schnee schieben und kehren und einen gebrauchten Trecker, der ebenfalls multifunktional einsetzbar ist. Der Gebrauchte tritt an die Stelle eines Treckers, der 25 Jahre auf dem Buckel hat und nur durch das Improvisationsgeschick am Bauhof noch fahrfähig ist, weil es für ihn keine regulären Ersatzteile mehr gibt. „Wenn Heiligabend der Schlosser nicht zufällig da gewesen wäre, hätten wir Weihnachten ohne ihn auskommen müssen“, berichtete Nünneke. Angesichts der Schneemassen, die Bürger vom Bauhof gerne weggeräumt haben wollten, wäre das ein schwerer Schlag gewesen. Der zweite kleinere Trecker, der zu ersetzen ist, stammt zwar erst aus dem Jahr 2006, ist aber extrem reparaturanfällig. Diese Marke soll künftig gemieden werden.

Insgesamt fanden die Kommunalpolitiker in den Hallen Fahrzeuge vor, die vielfältig einsetzbar ist. Mit einer Präsentation im Bürgerforum unterstrich Andreas Nünneke das noch. Zudem erlebten die Ausschussmitglieder einen Bauhofleiter, der etwa für 2012 zwar einen Unimog als Ersatz auf die Investitionsliste gesetzt hat, aber nicht unbedingt auf einem Unimog bestehen wird: „Der Markt bewegt sich, es kommen neue Anbieter hinzu. Man muss vor jedem Einzelfall prüfen, was sinnvoll ist. Möglicherweise ist ein Trecker in zwei Jahren die bessere Alternative.“

Ohne lange Diskussion wurde der Investitionsplan zur Kenntnis genommen, der Sperrvermerk entfernt, so dass die Verwaltung nun den Kauf ausschreiben kann. Schon jetzt hält der Bauhof übrigens nicht alle Geräte selbst vor. Dinge, die selten benötigt werden, leiht der Bauhof bei Unternehmen aus.

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