Ascheberg
Aus Schülersicht: Gemeinsam zur Schule im Dorf

Mittwoch, 07.09.2011, 16:09 Uhr

Ascheberg - Laurin Rüschenschmidt und Johannes Adamczyk sind dicke Kumpel. Vier Jahre haben sie in der Lambertusschule Ascheberg in der Klasse von Antje Kruse und Christiane Overkamp das ABC und Kleine Einmaleins gelernt. Gestern sind sie gemeinsam in die Klasse fünf der Profilschule Ascheberg eingezogen. Susanne Wachholz und Barbara Schreiner heißen nun ihre Lehrerinnen. Anderthalb Stunden packen sie ihre Sachen aus, lernen die anderen Kinder kennen und sagen nachher unisono: „Es hat sich nichts geändert. Es geht weiter wie in der Grundschule.“

Normalerweise würden sich Laurin Rüschenschmidt und Johannes Adamczyk nur noch sehen, wenn sie beim TuS Ascheberg kicken. Schulisch hätte sich ihr Weg getrennt. „Ohne Profilschule wäre ich zur Gesamtschule Nordkirchen gegangen“, erzählt Laurin, Johannes hingegen hätte sich für das St. Antonius-Gymnasium entschieden. Beide wären einen Weg gegangen, der Ascheberg vor fünf Jahren auf den Weg zu eben dieser Profilschule gebracht hat. Weil zu viele Kinder weiterführende Schulen außerhalb Aschebergs wählten, stand der Schulstandort Ascheberg auf der Kippe. Deswegen entwickelten Experten für Ascheberg das pädagogische Konzept der Profilschule mit einem anderen Lernen. Laurin und Johannes haben bei der ersten Stippvisite in ihrem neuen Klassenraum schon gemerkt, dass etwas anders ist: „Das Pult steht in der Mitte und Schränke stehen im Weg“, wundert sich Laurin. Dass er hier schon bald selbstständig und ungestört seine Neugier ausleben darf, wird ihm in den nächsten Tag Stück für Stück vermittelt.

Vorgestellt haben sich während der ersten Kennenlern-Doppelstunde auch Paten. „Das waren fünf Jugendliche aus der Klasse 9a der Realschule“, erzählt Johannes. Laurin fährt mit dem fort, wozu sie gefragt werden können: „Wenn wir einmal nicht wissen, wo wir hinmüssen, dürfen wir sie fragen. Oder wenn wir Probleme auf dem Schulhof haben.“ So tragen beide Schulen dazu bei, dass sie in gemeinsam genutzten Gebäuden und Schulhöfen von Beginn an zu einem guten Miteinander finden.

Eins verwundert beim Gespräch mit den beiden Profilschülern nicht. Dass die neue Schule und ihr Beitrag zum Schulkonsens natürlich politisch gewürdigt wurde, fanden sie „langweilig“. Dafür hat ihnen der Auftritt von Pipi Langstrumpf, alias Kerstin Bayer, gut gefallen: „Sie hat gute Stimmung gemacht. Das fanden wir richtig cool“.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/106167?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F158%2F697434%2F697451%2F
„Münster ist bunt“ tritt an
Werner Szybalski kündigte ein neues Listenbündnis für die Kommunalwahl 2020 an.
Nachrichten-Ticker