Naturschutzgebiet Emmerbachaue
Zwei Nist-Plätze für Störche

Sonntag, 30.10.2011, 06:10 Uhr

Davensberg - Wenn in der Emmerbachaue Auerochsen und Konikpferde grasen, dann fliegen Störche über sie hinweg. Teil eins der Zukunftsvision, der Auftrieb der ersten Vierbeiner, soll vermutlich Ende November in der Davert wahr werden. „Wann die Störche kommen, ist schwer zu sagen, vielleicht gleich im nächsten Jahr, vielleicht müssen wir auch fünf, sechs Jahre warten“, sagt Andreas Beulting vom Naturschutzbund ( Nabu ). Sicher ist indes; Es werden zwei Nistangebote für Störche in dem Gebiet errichtet.

„Wir haben gerne ,ja gesagt als Andreas Beulting von der NABU-Naturschutzstation Münsterland bei uns nach Holzmasten für Weißstörche gefragt hat“, berichtet Michael Mühlenkamp . Der Leiter des Netzbetriebs im RWE-Regionalzentrum Münster wird zwei neue Masten liefern. Aufgestellt werden sie, wenn ein zweiter Partner seine Arbeit erledigt hat. Andreas Beulting berichtet: „Der Heimatverein Davensberg hat noch Räder oder ähnliches, das er uns zur Verfügung stellen will. Wenn sie geliefert sind, werden sie mit den Masten verbunden und aufgestellt.“

Die RWE spendiert dem Nabu allerdings nicht nur zwei Holzmasten, sondern insgesamt 2000 Euro. Allein mit einer Geldspende ist das Unternehmen aber nicht zufrieden. „Da unser Arbeitgeber ehrenamtliches Engagement unterstützt, krempeln meine Kollegen und ich die Ärmel hoch, um das Beweidungsprojekt auch mit Muskelkraft zu unterstützen. Wir freuen uns, dass in unserer Region ein solches Naturschutzgebiet entsteht“, berichtet und Mühlenkamp und verweist auf weitere RWE-Helfer, die im Rahmen des Projektes „Aktiv vor Ort“ mit Andreas Beulting 340 Gehölze gepflanzt haben. So entstanden gestern zwie von mehreren Pflanzfeldern auf dem Areal. Gepflanzt wurden beispielsweise Grauweiden, Schlehen, Weißdorn und Pfaffenhütchen. „Sie blühen auffällig oder haben bunte Früchte“, wollen Beulting und der Nabu Akzente setzen.

Der Zaun ums Gelände - er wird etwa sechs Kilometer lang sein - ist zu 70 Prozent erstellt. Hier ist das Ende der Arbeiten absehbar. Mit dem Einsäen der Fläche hat der Nabu indes eine trockene Phase erwischt, so dass im ersten Schritt nur im rückwärtigen Teil auf einer vorhandenen Wiese wenige Heckrinder und Konikpferde angesiedelt werden sollen. Mehr Tiere kommen dann im nächsten Jahr, wenn auch der vordere Bereich genutzt werden kann. Und vielleicht brüten dann auch Störche in der Davert. Gesehen hat Beulting in diesem Jahr schon welche.

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