Paul Krampe räumt die meisten Preise ab
Eilbote Herbern ehrt die besten Züchter 2011 und blickt auf die 90-jährige Vereinsgeschichte zurück

Herbern -

Über den Wolken muss die Reichweite für die Tiere des Taubenvereins Eilbote Herbern wohl grenzenlos sein. Über Hunderte von Kilometern schicken die Mitglieder des Vereins seit nunmehr 90 Jahren ihre Brieftauben auf die Reise. Gründungslokal war im Jahr 1921 die Gaststätte Hennemann-Streyl.

Sonntag, 27.11.2011, 10:11 Uhr

Gefeiert wurde das 90-jährige Bestehen am Freitagabend im Gasthof Deitermann. In gemütlicher Runde wurde über die letzten Jahre gefachsimpelt und ein Film vom 75-jährigen Bestehen vorgeführt. „Leider ist der Taubensport rückläufig, aber in Herbern sind wir noch gut dabei“, berichtete der Vorsitzende Wolfgang Korte .

Im Rahmen der Jubiläumsfeier wurden auch die Siegerehrungen für das Reisejahr 2011 vorgenommen. Gewertet wurden 13 Flüge in der Zeit von Mai bis Juli, sowie fünf Jungreisen für Jungtiere. Die Herberner schicken ihre Tauben hierbei in der Reisevereinigung Germania Werne .

Für die Teilnahme an den Wettbewerben stellt jeder Züchter so viele Tiere, wie er möchte, die fünf besten werden gewertet. Alle Tiere werden mit Mikrochips ausgestattet und auf einen LKW verladen, der die Brieftauben zu ihrem Startpunkt bringt. Der am weitesten entfernte Startpunkt in diesem Jahr war das bayrische Altötting, das knapp 700 Kilometer von Herbern entfernt liegt. Nach der Ankunft werden die Tiere gemeinschaftlich auf die Reise geschickt. Während ihres Fluges erreichen sie im Schnitt eine Geschwindigkeit von 80 Stundenkilometern. Bei der Ankunft im heimatlichen Schlag werden die Mikrochips der Tiere mit Hilfe eines Scanners erfasst. Ein Computer berechnet darauf die Reihenfolge in derer die Tauben eingetroffen sind und berücksichtig die unterschiedlichen Standorte der Schläge.

Aus den 13 Wettbewerben, mit den jeweils fünf Besten, errechnet sich eine maximale Anzahl von 65 Preisen. Mit 48 Preisen errang Paul Krampe den Titel des Vereinsmeisters. Auch in den Kategorien „Bester Altvogel“ (elf Preise), „Bestes Altweibchen“ (neun Preise) und „Bester jähriger Vogel“ (neun Preise) sicherte sich Paul Krampe den Goldrang.

Vereinsweibchenmeister wurden Gertrud und Kurt Thienel mit 26 Preisen. Auch die Kategorie „Bestes jähriges Weibchen“ entschied das Ehepaar mit zehn Preisen für sich.

Ebenfalls sehr erfolgreich war Josef Arnskötter, der die Titel „Vereinsjungtiermeister“ (22 Preise) und „Beste Jungtaube“ (fünf Preise) errang. Vereinsjährigenmeister wurde mit 35 Preisen Wolfgang Korte mit seinen Söhnen Christoph und Matthias.

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