Autorin Christa Bitzer schaut plattdeutsches Theaterstück mit ihrer Spielschar an
„Lampenfieber“ sitzt im Saal

Ascheberg -

Wie kann es sein, dass der Morgenspaziergang einer Westerwälderin mit ihrem Hund großen Spaß nach Ascheberg bringt? Ganz einfach: Die Frau heißt Christa Bitzer und hat an der frischen Luft viele gute Ideen für ihre Theaterstücke. Aus ihrer Feder stammt der aktuelle Dreiakter der Kolpingspielschar Ascheberg.

Montag, 30.01.2012, 19:01 Uhr

Autorin Christa Bitzer schaut plattdeutsches Theaterstück mit ihrer Spielschar an : „Lampenfieber“ sitzt im Saal
Christa Bitzer besuchte die Laienspielschar der Kolpingsfamilie Ascheberg hinter der Bühne. Nach dem Stück hatten sie und ihre Gruppe „Lampenfieber“ mit den Aschebergern im Kolpingraum viel Spaß. Foto: hbm

Am Samstag sah nicht nur die Autorin, sondern die komplette Spielschar Lampenfieber aus Hamm im Westerwald , wie sich ihr Stück „Mit Besen, Herz und Schnauze“ aus dem Jahr 2010 als plattdeutsche Version „Met Bessem, Hiärt und graute Schnut“ anfühlt. „Mir gefällt es, auch wenn es hart ist, die plattdeutsche Sprache zu verstehen“, erzählt die Autorin den „Westfälischen Nachrichten“ bei einem Besuch hinter der Bühne.

Nach dem Stück treffen sich alle Laienspieler im Kolpingraum. „Wir haben einige Szenen aus dem Stück nachgespielt und jeder Ascheberger hat mit seinem Pendant einen Teil zum Besten gegeben. Wir hatten großen Spaß. Die Spieler der Laienspielschar „ Lampenfieber“ sind alle super drauf“, berichtet Martin Weiß .

Zurück zu Christa Bitzer : „Ich führe schon länger Regie und habe die Stücke immer angepasst, Ich habe Rollen verändert, Rollen dazugefügt. Irgendwann habe ich mir gedacht, warum teure Bücher kaufen, ich schreibe die Stücke selbst“, erzählt die Autorin.

2007 hat sie das erste Stück geschrieben, die Geschichte um Putzfrau Emma Piehl ist ihr viertes Stück. „Wir spielen das auch teilweise in Mundart“, ist ihr die Mischung nicht fremd.

Und was haben die Ascheberger aus ihrem Stück gemacht? „Sie spielen es gut. Weil ich früher selbst Regie geführt habe, weiß ich, dass man Dinge ändern und anpassen muss. Deswegen stört es mich nicht, dass einiges anders aussieht. Es gibt Stellen, wo ich glaube, im Original wäre es besser gewesen. Ich habe aber auch Dinge gesehen, die ich für das Stück übernehmen würde, weil sie gut sind“, erzählt Christa Bitzer. Vielleicht beflügelt die Ascheberger Version ja ihre Fantasie für neue Stücke. Denn die besten Ideen findet die Autorin im Alltag: „Mann muss nur genau aufpassen, dann ist immer etwas zu entdecken. Möglicherweise hat sie nachher beim Zusammentreffen mit großem Spaßfaktor im Kolpingraum Anregungen gefunden. Möglich was das Treffen, weil die Gruppe Lampenfieber im „Jagdschlößchen“ übernachtete und erst am nächsten Morgen die Heimreise antrat.

Die Theatersaison im Westerwald startet immer im November. Für das laufende Jahr erhielten die Ascheberger eine Gegeneinladung. „Wir werden sie auf jeden Fall annehmen“, steht dieser Ausflug für Martin Weiß und Co. schon fest.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/646741?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F158%2F697427%2F697432%2F
SPD sieht Probleme bei Verkehr und Lärm
Die stillgelegte Baustelle des Hafencenters am Hansaring.
Nachrichten-Ticker