Auerochsen des Nabu: Begehrtes Fleisch
Genuss für die Gaumen mit Grenzen

Davensberg -

Das Fleisch von den Heckrindern, die in Nabu-Projekten aufwachsen, ist begehrt. Im Gasthof Eickholt steht es ab dem 22. September auf der Karte.

Sonntag, 16.09.2012, 13:09 Uhr

Auerochsen des Nabu: Begehrtes Fleisch : Genuss für die Gaumen mit Grenzen
Die Auerochse-Woche stellten Franz Josef Schütte, Bernadette Lohmann und Andreas Beulting vor. Foto: hbm

Es ist weder Wild noch Rind – wenn in der Auerochsen-Woche zwischen dem 22. und 30. September das Fleisch von Heckrindern angeboten wird, dann wartet ein besonderer lukullischer Genuss auf die Gäste. Die Gaumenfreuden sind begrenzt. Vier junge Bullen hat der Nabu aus seinen Herden in der Emsaue und eines zweiten Projektes in Beckum auf dem Gut Wewel in Senden schlachten lassen.

Ihr Fleisch wird auf zehn Restaurants der Region aufgeteilt. „Die Gäste müssen auf jeden Fall wissen, dass es nur solange Auerochse gibt, wie der Vorrat reicht“, hat es bei Bernadette Lohmann im gleichnamigen Gasthof in Rinkerode nie bis zum Ende gereicht. Die Gerichte der Sonderkarte „Auerochse“ waren auch im Gasthaus Eickholt in Davensberg sehr begehrt. Was dieses Jahr dort zu finden sein wird. weiß Franz-Josef Schütte noch nicht: „Wir müssen erst sehen, welches Fleisch wir bekommen. Im vergangenen Jahr war wenig möglich.“

Grundsätzlich so die beiden Teilnehmer an der Aktion sei alles denkbar: Steak, Braten, Roulade und Gulasch. Favorisiert werde Steak.

Die Herde in der Emmerbachaue in Davensberg kam in diesem Jahr noch ungeschoren davon. „Sie muss erst noch wachsen“, erklärt Andreas Beulting von der Nabu-Station Münsterland. Ausgewählt für die Aktion „Landschaft schmeckt“ würden Jungbullen im Alter von drei Jahren. „Dann können sie nicht mehr in der Herde bleiben. Es würde unruhig werden und Probleme mit dem Stier geben.“ Soweit ist es in der Emmerbachaue noch nicht. Hier wird sich im Frühjahr zeigen, wieweit das Nahrungsangebot der Fläche über den Winter für die Heckrinder und Konikpferde gereicht hat. Denn die Tiere leben von dem, was auf der Fläche zu finden ist. Das macht den Geschmack des Fleisches zwischen Wild und Rind aus. Zugefüttert wird nur im Winter, wenn der Schnee zu hoch liegt.

Natürlich ist es dem Nabu ein Anliegen, mit dem exklusiven kulinarischen Genuss die Ziele seiner Projekte zu transportieren. Denn dort, wo in der Emmerbachaue der Davert die Herde einen Sommer zu Hause ist, entwickelt sich eine ungeahnte Artenvielfalt. Das sagt den Naturschützern jedenfalls das Geschehen in der Telgter Emsaue, die das Fleisch liefert.

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