Lyrik-Zirkus der Profilschule wird bei der Auftaktrevue zum Literaturland Westfalen von den Gästen gefeiert
Ein bunter Farbtupfer aus Ascheberg

Ascheberg -

„Ein Tag für sieben Minuten“ oder „420 Sekunden fürs ganze Leben“ so lässt sich der Mittwoch für 17 Mädchen und Jungen der Profilschule Ascheberg beschreiben. Einen Tag verbrachten sie in Recklinghausen, zum großen Teil im Festspielhaus. Sieben Minuten standen sie dort abends mit dem Lyrikzirkus vor 600 Besuchern auf der Bühne. Das Erlebnis während der Auftaktveranstaltung zum Festival „literaturland westfalen“ wird sie durchs Leben begleiten.

Donnerstag, 13.09.2012, 19:09 Uhr

Lyrik-Zirkus der Profilschule wird bei der Auftaktrevue zum Literaturland Westfalen von den Gästen gefeiert : Ein bunter Farbtupfer aus Ascheberg
17 Mädchen und Jungen der Profilschule sorgten in Recklinghausen für einen Farbtupfer. Foto: Schule

Obwohl die Profilschüler aus Ascheberg dunkel gekleidet waren, wurden sie zum hellen Farbtupfer, der so richtig Leben auf die Bühne brachte und die Zuschauer begeisterte. „Das war eine sehr kopflastige Auftaktrevue . Die Kinder haben richtig Schwung hereingebracht und sie haben es großartig gemacht“, ist Lehrerin Ulrike Schlottbohm stolz auf die Gruppe.

Zur Auftaktrevue des Festivals hatten die Veranstalter einige der bekanntesten Kulturschaffenden aus Westfalen eingeladen: Peter Lohmeyer (Schauspieler, „Das Wunder von Bern“), Erwin Grosche (Autor, Kabarettist, Schauspieler), Fritz Eckenga (Kabarettist, „Rocktheater N8chtschicht“), Burkhard Spinnen (Autor) oder die ursprünglich aus Münster stammende Band „Erdmöbel“ beispielsweise. Auch das Landespolizeiorchester war dabei – und eben die 17 Sechstklässler der Profilschule Ascheberg.

Fünf Gedichte hatten sie im Gepäck – dass die Lyrik von Paul Maar, Fred Endrikat, Bernd Langhardt, Joachim Ringelnatz und Rainer Maria Rilke nicht staubtrocken aufgesagt werden muss, bewiesen die Schüler eindrucksvoll. Gemeinsam mit ihrer Lehrerin Ulrike Schlottbohm und Artist Aaron Knüppel hatten sie im Profilunterricht „Sprache“ die Gedichte mit Spaß und Witz und viel Bewegung einstudiert. Und so wirbelten sie über die Bühne, fuhren Waveboard, sprangen Seilchen, ließen Reifen kreisen und erweckten so die Worte der Dichter zum Leben.

Und das Publikum ebenso: Endlich war Stimmung im Saal, der Funke sprang über. Von der Anstrengung des Tages war nichts mehr zu spüren. Immerhin waren die Kinder seit mehr als neun Stunden auf den Beinen, hatten sich zigmal umgezogen, mehrfach ihr Stück geprobt und – gewartet. Im Umkleideraum, hinter der Bühne, vor dem Theater.

„Wir haben lange gewartet, aber es war toll, wie die Leute im Saal geklatscht haben“, war der späte Autritt für Caja genauso der Höhepunkt des Tages wie für Marlen. Und Emma freute sich, weil es „super geklappt hat.“ Die mitgereiste stellvertretende Bürgermeisterin Maria Schulte-Loh zeigte sich beeindruckt: „Die Gemeinde Ascheberg wurde auf dieser prominent besetzten Veranstaltung hervorragend vertreten. Die Schülerinnen und Schüler sind einfach klasse.“

Zustande kam dieser Auftritt durch das Literaturprojekt „HALTlose PROSA“ des Ascheberg Marketing, welches im Rahmen von „literaturland westfalen“ stattfindet.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/1145880?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F158%2F697427%2F1238846%2F
Nachrichten-Ticker