Haltlose Prosa: Preisträgerinnen lesen in der Realschule
Von Schreikindern und der Suche nach Freiheit

Ascheberg -

Die Nachwuchsautorinnen Livia Anne Hott, Julia Rothenburg und Semra Koca stellten den Neunt- und Zehntklässlern der Realschule selbst geschriebene Texte vor.

Freitag, 26.10.2012, 14:10 Uhr

Haltlose Prosa: Preisträgerinnen lesen in der Realschule : Von Schreikindern und der Suche nach Freiheit
Regten zum Lesen und selber Schreiben an (v.l.): Jutta Richter, Livia Anne Holt, Julia Rothenburg und Semra Koca. Foto: nico

„Mal ehrlich, wer von euch hat schon mal ein Gedicht geschrieben?“ Nur zögernd recken sich ein paar Finger als Antwort auf Jutta Richters Frage in die Höhe. „Ich habe immer schon vorgehabt Geschichten zu schreiben und habe in eurem Altern mein erstes Buch veröffentlicht“, erzählt die Autorin den Neunt- und Zehntklässlern der Realschule .

So bekannt wie Jutta Richter sind die drei jungen Damen in ihrer Begleitung noch nicht. Aber dass sie trotzdem gekonnt mit Worten spielen, Geschichten erdenken und in Formulierungen kleiden können, zeigten sie am Freitagmorgen in einer Lesung in der Realschul-Aula. Dort stellten die „Haltlose Prosa“-Preisträgerinnen Livia Anne Hott , Julia Rothenburg und Semra Koca Texte vor, die sie im Workshop mit Jutta Richter und Ralf Thenior erarbeitet haben.

Ein Thema, dass dabei vorgegeben wurde, war der Titel „Monsterbaby“, zu dem Kreatives erarbeitet werden sollte. Livia Anne Hott hat dazu eine Geschichte geschrieben, die unter die Haut geht und davon erzählt, dass die Suche nach Freiheit manchmal anders ausgehen kann, als man denkt. Unter dem selben Titel beschreibt Julia Rothenburg eine völlig andere Thematik: Bei ihr ist das „Monsterbaby“ ein Schreikind, das von seinem Bruder ruhiggestellt wird, bis es keinen Ton mehr von sich gibt.

Für Erheiterung sorgte Semra Koca mit ihrer Bäckereigeschichte, die entstand, nachdem die jungen Autorin im Ascheberger Ortskern unterwegs war. Sie beschreibt eine Verkäuferin, die mit den Eigenheiten ihrer Kunden zu kämpfen hat.

Den Neunt- und Zehntklässlern der Realschüler, die die Jungautorinnen mit viel Applaus verabschiedeten, riet Jutta Richter: „Es könnte ja sein, dass ihr auch mal eine solche Geschichte im Kopf habt. Zögert dann nicht, sie aufzuschreiben“.

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