„Haltlose Prosa“: Workshop und Dichterlesungen
Literarisches von heiter bis kritisch

Ascheberg -

Im Zeichen der Literatur steht Ascheberg in der nächsten Woche: Insgesamt 16 Autoren werden zu einem Workshop und zwei Lesungen erwartet.

Freitag, 19.10.2012, 15:10 Uhr

„Ich habe alles“, „Ohne Vorwurf vergeht die Zeit“. So beschreibt der Schriftsteller Karl Krolow in einem Gedicht das Erlebnis „Lesen“. Und jeder, der jemals tief in die Welt eines Buches eingetaucht ist, dürfte diese Empfindungen nachvollziehen können. Denn weltvergessen öffnen sich für den Lesenden neue Welten und Horizonte.

In ganz eigene Welten entführen auch die Romane, Erzählungen, Essays und Gedichte der renommierten Schriftsteller Jutta Richter , Ralf Thenior , Thomas Pletzinger und Oliver Uschmann. Alle vier Poeten geben am kommenden Dienstag (23. Oktober) um 19.30 Uhr im Bürgerforum des Rathauses einen Einblick in ihr literarisches Schaffen von heiter bis kritisch. Musikalisch wird der Pianist Michael Lippert den Abend bereichern.

Mit ihrer Lesung eröffnen die Schreib-Profis gleichsam die Literaturtage „Haltlose Prosa“. Aus dem gesamten Bundesgebiet sowie der Schweiz werden dazu zwölf Preisträger, die von einer Fachjury auserkoren wurden, nach Ascheberg reisen (WN berichteten). Diese jungen Autoren gestalten am Freitag (26. Oktober) um 19.30 Uhr ebenfalls eine gemeinsame Lesung, die im Hotel „Clemens-August“ in Davensberg stattfindet. Die Foggy Horns Brass Band der Musikschule Ascheberg wird dort für den musikalischen Rahmen sorgen.

Eine Woche lang werden die zwölf Preisträger im Rahmen eines Workshops in Ascheberg mit den Autoren Thomas Pletzinger, Jutta Richter, Ralf Thenior und Oliver Uschmann an ihren Texten arbeiten und literarische Tipps erhalten. Was dabei herauskommt wird am 26. Oktober in Davensberg zu hören sein. Jeder Autor liest etwa eine Viertelstunde lang aus seinen Texten.

„Es sind zwei sehr vielseitige Abende zu erwarten – für jeden Besucher dürfte etwas dabei sein. Darum hoffen wir, dass die Lesungen auf große Resonanz stoßen. Denn möglichst viele Menschen sollen teilhaben“, wünscht sich Melanie Wiebusch, Geschäftsführerin von Ascheberg Marketing.

Auch die Gewinner des Wettbewerbs „Ascheberg schreibt!“ werden nächste Woche vorgestellt. Ihre Texte wurden in diesen Tagen bereits in den Westfälischen Nachrichten veröffentlicht. Am Freitag haben Anke Richter-Weiß, Christian Hahn und Reinhard Bourichter selbst Gelegenheit, ihre literarischen Arbeiten vorzustellen.

Der Workshop und die Lesungen sind nicht allein ein Impuls für die deutschsprachige Literaturszene, sondern ein Aushängeschild für die Gemeinde, ist sich Melanie Wiebusch sicher: „Das Projekt hat Ascheberg weithin bekannt gemacht“, betont sie. „Das sehen wir unter anderem an den 82 Rückmeldungen im Schreibwettbewerb aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Es haben sich wirklich gute Leute beworben.“ Ein Beleg: „Auch der Autor Armin Wühle wäre gerne nach Ascheberg gekommen. Er musste absagen, weil er eine gleichzeitig stattfindende Lesereise des Bayerischen Rundfunks gewonnen hat“, berichtet Wiebusch.

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