Literatur-Workshop: Entspannt kreative Atmosphäre
Beim Fabulieren „heiß gelaufen“

Ascheberg -

Die Preisträger des Schreibwettbewerbs „Haltlose Prosa“ fühlen sich in Ascheberg wohl und genießen das intensive Workshop-Klima.

Donnerstag, 25.10.2012, 17:10 Uhr

Literatur-Workshop: Entspannt kreative Atmosphäre : Beim Fabulieren „heiß gelaufen“
Genossen die Workshop-Atmosphäre (v.l.): Melanie Ulrike Junge, Livia Anne Hott, Lara de Simone, Jutta Richter, Ralf Thenior, Katharina Stegen, Julia Rothenburg und Semra Koca. Foto: sff

Wenn Gedanken knistern könnten, dann würde es wohl wie an einem lodernden Kaminfeuer prasseln: Gemeinsam mit den Profiautoren Jutta Richter und Ralf Thenior hocken sechs Preisträgerinnen des Schreibwettbewerbs „Haltlose Prosa“ am Tisch, hacken Ideen in ihre Laptops, diskutieren, fabulieren, brüten gemeinsam über Texten und Formulierungen.

Intensive und zugleich entspannte Arbeitsatmosphäre prägte den Literatur-Workshop im Spieker. Mehr noch. Die zwischen 19 und 24 Jahre alten Nachwuchsautorinnen fühlen sich offenbar pudelwohl in Ascheberg : „Wir sind bei den Gastfamilien total freundlich aufgenommen und sofort integriert worden“, freut sich Livia Anne Hott (21), die in Hildesheim „Kreatives Schreiben“ studiert. Dasselbe Fach belegt Lara de Simone (19). Doch haben sich die Frauen nicht schon an der Uni Hildesheim, sondern erst bei der Ankunft auf dem Ascheberger Bahnhof kennengelernt. Zudem wohnen beide bei Gastmutter Elisabeth Hönig. „Sie hat uns gleich bei der Ankunft gefragt: Was möchtet ihr essen?“

Am Mittwoch, dem ersten Tag des Workshops in Ascheberg, entstand schnell ein Draht zu Katharina Stegen (24) aus Tübingen, die sich darüber freut, „dass hier eine Idee für einen Roman konkret geworden ist. Wir sind zu dritt so heiß gelaufen, dass wir gemeinsam zu jemandem nach Haus gegangen sind, um weiterzumachen. Das war wunderbar“.

Als inspirierend haben auch Semra Koca (24) aus Neuss, Julia Rothenburg (22) aus Freiburg und Melanie Ulrike Junge (23) aus Kirchlengern den geistigen Austausch und die intensive Textarbeit empfunden.

„Jeder von uns würde gerne irgendwann einmal einen Roman veröffentlichen“, sagt Semra Koca. „Aber das ist genauso wie Superstar werden zu wollen – eine ganz große Nummer“, räumt Julia Rothenburg ein.

Keine „großen Nummern“, doch immerhin appetitlich Literaturhäppchen wollen die Workshop-Teilnehmer heute Abend (26. Oktober) ab 19.30 Uhr im Restaurant Clemens-August servieren. Gleiches gilt für sechs weitere Nachwuchsliteraten, die in einem parallel laufenden Workshop von Thomas Pletzinger und Oliver Uschmann betreut wurden.

„Es wird ein spannender und wunderbarer Abend, der gegenüber der Lesung am vergangenen Dienstag nicht abfällt“, fast Jutta Richter ihre Meinung über das Können der jungen Literatinnen zusammen. Das bekräftigt auch Ralf Thenior: „Wir haben hier schon einige fantastische und hörenswerte Texte gesehen.“

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