Neue Idee kommt aus Schweden
Gelb am Hund heißt: Abstand halten

Ascheberg -

Die Farbe gelb hat eine starke Signalwirkung und will aufmerksam machen. Dieses Zeichen begegnet den Menschen im Alltag häufig, sei es bei der Ampelanlage oder bei Verkehrsschildern – jetzt auch bei Hunden.

Freitag, 05.04.2013, 10:04 Uhr

Brianas Frauchen  hält die Kampagne Gelber Hund für sinnvoll. Ist ein Hund mit einer gelben Markierung - das kann eine Gelbe Leine oder Halsband aber auch eine gelbe Schleife oder ein gelbes Tuch sein - ausgestattet, bedeutet das: Er braucht Abstand.
Brianas Frauchen  hält die Kampagne Gelber Hund für sinnvoll. Ist ein Hund mit einer gelben Markierung - das kann eine Gelbe Leine oder Halsband aber auch eine gelbe Schleife oder ein gelbes Tuch sein - ausgestattet, bedeutet das: Er braucht Abstand. Foto: tani

Die Farbe gelb hat eine starke Signalwirkung und will aufmerksam machen. Dieses Zeichen begegnet den Menschen im Alltag häufig, sei es bei der Ampelanlage oder bei Verkehrsschildern .

Doch nun tragen auch Hunde gelb. Ist ein Hund mit einer gelbe Schleife oder einer anderen gelben Markierung ausgestattet, bedeutet das: Dieser Hund braucht Abstand. Die Gründe dafür können verschieden sein. Mal liegen sie in gesundheitlichen Problemen oder weil der Hund sich in der Erziehungsphase befindet, es kann aber auch sein, dass diese Spürnase einfach nur ängstlich ist, sich im Training befindet oder aus dem Tierschutz kommt und besondere Rücksichtnahme braucht. „Es gibt viele Gründe weshalb ein Hund Abstand braucht“, weiß Hundetrainerin Barbara Kehrmann , die diese Kampagne, die im vergangenen Jahr in Schweden startete, für sehr gut hält.

Die gelbe Kennzeichnung ist nicht gleichzusetzen mit Aggressivität. „Nein, die Kennzeichnung mit dem gelben Band ist deshalb eine gute Sache, weil es eine konfliktfreie Begegnung von Hundehaltern und ihren Vierbeinern ermöglicht. Es steht für ein bisschen mehr Rücksichtnahme, die oftmals fehlt“, weiß Kehrmann.

Nun könnte natürlich der ein oder andere an dieser Stelle sagen: Wieso, Hunde machen doch alles untereinander aus. „Stimmt natürlich“, pflichtet hier die Hundetrainerin bei, warnt allerdings: „Nicht immer geht das unbedingt friedlich vonstatten, es kann auch mit ernsthaften Verletzungen enden“.

„Das gelbe Band ist eine echt gute Sache“, findet auch Hundebesitzerin Stephanie Beckers , die die diese Art von Kennzeichnung aus dem Pferdesport kennt. „Pferde, die ihre Artgenossen nicht mögen oder im Begegnungsverkehr steigen, werden bei öffentlichen Veranstaltungen wie beispielsweise Reitturnieren oft mit einer roten Schleife im Schweif markiert, um kenntlich zu machen, dieses Pferd braucht Abstand“. Sie findet es prima, dass es nun mit der schwedischen Idee auch für des Menschen besten Freundes eine Möglichkeit gibt, stressfreier spazieren gehen zu können.

„Wie oft hört man von seinem Gegenüber, der tut nix – übersetzt heißt das meistens jedoch er hört nicht und er kommt nicht, wenn ich ihn rufe. Für einen Hundehalter mit einem ängstlichen Hund bedeutet eine solche Begegnung mit einem freilaufenden Hund Stress“, so Kehrmann. Das Band mit der auffälligen Signalfarbe gelb könnte hier für alle Beteiligten Erleichterung bringen. Denn diese Markierung bedeutet einfach: Bitte gewähren sie diesem Hund und seinem Besitzer mehr Freiraum. Eine gute Idee, die sich vielleicht auch hier durchsetzen wird. Weitere Infos: www.gulahund.de

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