Projekt „Nein darf sein“
Kinder vor Missbrauch schützen

Herbern -

In der Marienschule präsentierten Uta Kerckhoff nd Anna Paul das Projekt „Nein darf sein“ – gegen sexuellen Missbrauch von Kindern.

Mittwoch, 12.06.2013, 16:06 Uhr

25 Prozent aller Frauen und zehn Prozent aller Männer haben in ihrer Kindheit und Jugend Missbrauchserfahrungen gemacht. Nur jeder 15. bis 20. Übergriff kommt zur Anzeige. Erschreckende Fakten, die Uta Kerckhoff von der Offenen Jugendarbeit Ascheberg (OJA) und Sozialarbeiterin Anna Paul den Lehrern und Eltern der Mariengrundschule Herbern aufzeigten. Dort fand in der Aula die Präsentation des Projektes „Nein darf sein“ – gegen sexuellen Missbrauch von Kindern statt.

Uta Kerckhoff und Anna Paul stellten das Konzept vor, wie sie Kinder stark machen wollen. Ein Hauptgrund für die Arbeit in der Schule liegt darin, dass vor allem Jungen und Mädchen in einem Alter zwischen vier und zwölf Jahren missbraucht werden. Bei einem Großteil dieser Altersklasse handelt es sich also um Grundschüler. Ziel der Maßnahme ist es, das Selbstwertgefühl aber auch die Konfliktfähigkeit der Kinder zu fördern. Ihnen deutlich zu machen, dass sie ein Recht haben „Nein“ zu sagen.

Dieses wird sowohl in theoretischer als auch in praktischer Form – und zwar in Form von Rollenspielen – stattfinden. Zudem sollen den Kindern Hilfsmöglichkeiten aufgezeigt werden. Dabei vermittelt die Schulung Wissen in einer einfachen Sprache, die jedes Kind verstehen kann und die es ermutigt, eigene Worte zu finden und sich mitzuteilen, erläuterten die Referentinnen. Da die Kinder einen Großteil ihrer Zeit in der Schule verbringen, gelten Lehrer als Vertrauenspersonen. Sexueller Missbrauch, so belegen Untersuchungen, finde häufig im Bekanntenkreis und der Familie, weniger durch Fremde statt. Durch einen sensiblen Umgang mit diesem Thema, finden Kinder leichter den Mut, sich zu öffnen.

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