Brandschutz im Altenheim
Flammen sind chancenlos

Ascheberg -

Wie geht man mit eine Feuerlöscher oder eine Löschdecke um. Antworten auf diese Frage erhielten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Altenheims St. Lambertus am Mittwoch auch durch praktische Übungen.

Mittwoch, 14.08.2013, 20:08 Uhr

Einmal im Jahr rückt der Brandschutz an die erste Stelle. Im Altenheim St. Lambertus muss nachgewiesen werden, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über ihre Möglichkeiten im Ernstfall informiert worden sind. Deswegen erhielt das Altenheim-Team von der Biete gestern Besuch der Freiwilligen Feuerwehr Ascheberg. Sven Kahl, Tobias Klaas und Lars Raters diskutierten Fragen rund um den Ernstfall und probten das Löschen mit Decke und Feuerlöschern .

„Ich habe einmal an einem Lehrgang zur Brandschutzerziehung teilgenommen, aber das war mehr für den Kindergarten. Hier geht es darum, unser Wissen weiterzugeben“, erklärt Raters den Einsatz. Für das Altenheim hat das Engagement einen schönen Nebeneffekt: Die Freiwillige Feuerwehr arbeitet ehrenamtlich, Profis lassen sich das teuer bezahlen.

Für den praktischen Teil hatte Hausmeister Hubert Frenster ältere Feuerlöscher aus dem Altenheim zusammengetragen. Mit ihnen wurde das Löschen geübt. Nebeneffekt: Der Bestand wird aufgefrischt. Und das ist wichtig, denn zwei Löscher, die zuletzt 2007 geprüft worden waren, arbeiteten nicht mehr zuverlässig.

„Ich habe das letzte Mal einen Feuerlöscher in der Hand gehabt, als wir hier geübt haben“, frischte Pflegedienstleiterin Klara Schulze Mönking ihr Wissen auf. Alle Mitarbeiterinnen bekamen das Feuer übrigens schnell aus.

Geprobt wurde auch mit Löschdecken, die vor jedem Dienstzimmer zu finden sind. Allerdings fiel auf, dass sie relativ klein sind, so dass über den Kauf größerer Decken nachgedacht wird.

Lars Raters erklärte auch, dass die vorhandenen Löschmöglichkeiten nur für kleine Feuer reichen: den brennenden Adventskranz oder Papierkorb, vielleicht auch bei kleinere elektrischen Geräten, wenn ein Mindestabstand eingehalten wird. Wenn das Feuer sich aber schon weiter ausgedehnt habe, sei es besser sofort die Feuerwehr zu rufen, die Türen geschlossen zu halten und – soweit das ohne Gefahr vertretbar sei – Menschen zu evakuieren. Etwa aus Zimmern, die eine Etage höher liegen. „Wenn sie den Rauch, der hier bei unserer Übung entsteht, zwei Mal tief einatmen, dann können sie schon in der Ecke liegen. Spielen Sie also nicht den Helden“, erklärte Raters.

Das Trio vom Löschzug Ascheberg nahm am Ende einen Wunsch der Pflegedienstleiterin mit. Die Feuerwehr wird prüfen, ob sie bei einer Übung das Feld erkundet. Wenn Aufzüge nicht genutzt werden dürfen und nur ein Treppenhaus zur Verfügung steht, kann das Retten bettlägeriger Menschen schwer werden.

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