„Grünes Klassenzimmer“
Ein Voting als Zukunftschance

Davensberg -

Das „grüne Klassenzimmer“ der Burg-Schule Davensberg hat bei den Schülern schon einiges bewirkt. Die Schule möchte es gerne weiter offen halten. Ein Internet-Voting zu einem Umweltpreis bietet die Chance, finanzielle Mittel für das Projekt zu gewinnen.

Mittwoch, 02.10.2013, 09:10 Uhr

Es geht um richtig viel Geld. Die Chance, es nach Davensberg zu lotsen, ist aber vergleichsweise gering. Denn die kleine Burg-Schule Davensberg konkurriert beim Sparda-Umweltpreis mit deutlich größeren Schulen. Und beim Internet-Voting zählen nun einmal nur die absoluten Stimmen, die für eins der bisher 59 Projekte zwischen Nordseeküste und Münsterland abgeben werden. Zurzeit würde das „Grüne Klassenzimmer “ den Sprung in die nächste Runde schaffen. Mit 85 Stimmen stand es gestern auf dem zehnten Rang – dem letzten Platz, der zur nächsten Runde reicht.

Eins hat der Wettbewerb schon erreicht, denn er stärkt das Gefühl für die Burg-Schule. Leiterin Marion Waltenberg-Bicks berichtet: „Die Schüler schauen auf den Wettbewerb. Wir haben einen Elternbrief verschickt, um darauf aufmerksam zu machen.“ Sie verweist auf eine zweite Seite: „Die Schüler wünschen sich, dass das grüne Klassenzimmer fortgeführt wird.“ Das wäre mit einem Erfolg beim Sparda-Umweltpreis auch jeden Fall gesichert, denn es sind 20 000 Euro ausgelobt.

Nutznießer der Besuche im „Grünen Klassenzimmer“ sind die Klassen drei bis fünf nd neun. Bisher wird es von der Waldpädagogin Carmen Irmen ehrenamtlich betreut. Die Burg-Schule möchte die Hilfe der ausgebildeten Fachkraft gerne auf „hauptberufliche“ Beine stellen. Mit Wettbewerbsgelder wäre das möglich.

Im außerschulischen Lernort Wald haben die Mädchen und Jungen von April bis Juli 2013 nur einige der vielen möglichen Themen angeschnitten. Das Interesse der Kinder ist geweckt, sie sind neugierig und die Schule möchte im Grünen Klassenzimmer nun ausgiebiger Platz nehmen, um Spannendes zu vertiefen und komplexe Themen ausführlicher behandeln zu können: Die Jugendlichen erleben Biologie, Physik, Musik, Sachkunde und Kunst haut(wald)nah! Den nächsten Schritt würden sie gerne mit Carmen Irmen, die alle vom Lernort Natur begeistert hat, gehen. Außerdem benötigt die Schule weitere Materialien und Ausrüstung, die den Wald und die Natur besser erlebbar machen. Besonders für die Schüler einer Förderschule ermöglicht das Erfahren mit allen Sinnen ein intensives und nachhaltiges Lernen.

Warum die Schule mitmacht, beantwortet sie so: „Die beiden Klassen haben ihren Sitzkreis im Wald als Klassenzimmer anerkannt genauso wie die Waldpädagogin als „Klassenlehrerin“ akzeptiert. Die sozialen Kompetenzen haben sich spürbar verbessert. Die Schüler werden draußen in der Natur anders gefordert und gefördert. Die ungewohnten, natürlichen Reize wirken gleichermaßen entspannend und aktivierend auf die Gemüter. Auf diese Weise sind unsere Schüler aufnahmefähiger und können außerdem eine dauerhaft positive Beziehung zur Natur entwickeln.“ 

Die Schüler wünschen sich, dass das grüne Klassenzimmer fortgeführt wird

Marion Waltenberg-Bicks
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