Laienspielschar Herbern
Plattdeutsch für die Bühne pauken

Herbern -

Sein Debüt als Laienspieler gibt Dirk Storksberger in der Rolle des Biobauern Ludger. Während die Rolle zwar sitzt, wie der 30-Jährige beteuert, muss er das Plattdeutsch für die Bühne stumpf auswendig lernen.

Sonntag, 22.12.2013, 18:12 Uhr

Dirk Storksberger streift sich die Handschuhe über, greift zu seinem Fahrradhelm und lässt sich entspannt auf den Stuhl fallen. „Fertig“, sagt er und grinst. Die Maske hat er bereits absolviert nun heißt es warten. Warten auf den großen Auftritt. Denn der 30-Jährige gibt in diesem Jahr sein Debüt bei der Laienspielschar Herbern . Dort schlüpft er in die Rolle von Ökobauer Ludger in der plattdeutschen Komödie von Frederik Holtkamp „Landeier“.

Wie es dazu kam? „ Christoph Freise fragte, ob ich mitmachen wollte, und da habe ich einfach mal ja gesagt und irgendwie bin ich dann dabei geblieben“, verrät Dirk Storksberger und grinst.

Was folgte, war „stumpfes“ auswendig Lernen. Denn von zu Hause kennt Dirk zwar die plattdeutsche Sprache vom Hören, versteht sie auch „aber ich spreche sie nicht!“

Er spielt mit dem Verschluss des Fahrradhelms und beobachtet wie Kollegin Sarah Kos sich in die Maske und damit in die erfahrenen Hände von Martina Nachtmann begibt. Ruhig und entspannt. Lampenfieber? Nicht die Spur! „Ich bin nicht nervös, die Rolle sitzt generell, gleich stecke ich nur noch mal schnell die Nase ins Buch“, erzählt er und gibt dann einiges über seine Rolle preis. „Ich spiele den Biobauern Ludger, der ist nicht ganz so dösig wie die beiden anderen Bauern Jan und Bernd“.

Dennoch hat er mit Single Ludger an sich so rein gar nichts gemein. Hobbyrennradfahrer ist die erklärte Freizeitbeschäftigung von Biobauer Ludger. Dirk – übrigens in einer Beziehung - hingegen reist gerne. „Ohne Fahrrad“, schiebt er hinterher und lacht.

Auch beruflich haben der Ökobauer und der Student so rein gar nichts gemein. Dirk studiert noch, um dann wieder in seinen Beruf als Rohstoffingenieur zurückzukehren.

Kleidungstechnisch gibt es da schon eher Gemeinsamkeiten. „Außer dem Rennradoutfit kann ich mich da für meine Rolle aus meinem eigenen Kleiderschrank bedienen.“

Gut gelaunt greift Dirk in die Keksdose, die in der Garderobe auf dem Tisch steht. Über das Stück verrät er nicht viel, „soll ja schließlich eine Überraschung werden. Aber für mich zumindest gibt es garderobentechnisch ein ungewohntes Kostüm und ja ich würde mal sagen ein Happy End!“

Dann erfolgt das Zeichen zum Aufbruch. Dirk muss auf die Bühne. Ihm bleibt gerade noch Zeit zu erklären, dass es ihm bei der Herberner Laienspielschar super gut gefällt. „Wenn es zeitlich passt. mache ich auf jeden Fall weiter, aber ich muss erst einmal abwarten, wie es sich beruflich im nächsten Jahr entwickelt.“

Er verschwindet Richtung Bühne, wo sich am Samstag dann der Vorhang zu einer gelungenen Generalprobe hob.

„Ich spiele den Biobauern Ludger, der ist nicht ganz so dösig.

Dirk Storksberger über seine Debüt-Rolle als Laienspieler
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