Bahnhof Davensberg
Nordkirchens Druck zahlt sich aus

Davensberg -

Am Bahnhof Davensberg ist der Ruf nach Barrierefreiheit nach dem Scheitern des Lift-Projektes verstummt, in Capelle hat er mit Hilfe von 3000 Unterschriften zur Zusage, Planungskosten zu übernehmen, geführt.

Dienstag, 28.01.2014, 19:01 Uhr

Rechtzeitig zur Kommunalwahl werden die Parteien wieder das Hohe Lied der Barrierefreiheit anstimmen. Das klingt im Umfeld des demografischen Wandels nach Punkten, die Politik beim Wähler machen kann. Verstummt ist der Ruf nach Barrierefreiheit am Bahnhof in Davensberg . Weil die Bahn vor fünf Jahren den Lift-Plänen der Gemeinde Ascheberg anfangs eine Tür öffnete, sie dann aber zuschlug, haben die Davensberger 2010 zwar für rund 700 000 Euro einen schönen Bahnhof erhalten. Der Zugang zu den Gleisen ist aber nur über 24 Stufen einer Treppe möglich. Seither ist es mucksmäuschenstill. Nicht ganz: „Jedes Mal, wenn wir mit der Bahn zum Beispiel wegen des zweispurigen Ausbaus reden, thematisieren wir die Barrierefreiheit in Davensberg. Es ist unser Wunsch, dass dieser Zustand beseitigt wird“, informiert Christian Scheipers von der Gemeindeverwaltung Ascheberg.

Ebenfalls über Treppen müssen die Bahnfahrer am Bahnhof Capelle zu den Gleisen gehen. Dort wird jetzt allerdings ernsthaft geprüft, ob der unhaltbare Zustand mit einer Rampe beseitigt werden kann. Bürgermeister Dietmar Bergmann und Josef Klaas vom Bauamt präsentierten jetzt einen Bewilligungsbescheid des Zweckverbandes Schienennahverkehr. Er übernimmt 80 Prozent der Planungskosten für eine Rampe. Beziffert werden allein diese Kosten auf 51 000 Euro, eine Rampe würde eine halbe Millionen Euro kosten. „Da müssen wir sehen, ob die Gemeinde den Eigenanteil übernehmen kann“, sieht Josef Klaas das Projekt angestoßen, aber nicht abgeschlossen. Fahrt hat es aufgenommen, weil die Nordkirchener mit einer Unterschriftenaktion Druck gemacht haben. 3000 Unterschriften haben beim Verband, der DB Netz und dem Verkehrsministerium offensichtlich Eindruck gemacht.

Eine Rampe, wie sie jetzt in Capelle geplant wird, hält Scheipers in Davensberg nicht für realisierbar: „Dafür fehlt einfach der Platz, damals schon und jetzt ganz sicher.“

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