KAB besichtigt Betrieb
Prothesenbauer zeigen Arbeit

Ascheberg -

Wenn plötzlich ein Körperteil fehlt, schlägt ihre Stunde. Die Fachleute der Werkstatt der Orthopädie-Technik Münsterland (OTM) in Hiltrup fertigen vielfältigste Prothesen. Maik Pollmeyer, Leiter des Betriebes, erläuterte jetzt einer Besuchergruppe der KAB Ascheberg die Herausforderungen und Möglichkeiten der Prothesen-Versorgung anhand einiger Anschauungsmodelle.

Mittwoch, 19.03.2014, 17:46 Uhr

„Ganz wichtig ist uns der Dialog mit dem Kunden.“ erklärte Pollmeyer . „Wir möchten wissen, unter welchen Umständen er lebt und welche Ziele er hat.“ Danach richtet sich nämlich die Herstellung der Hilfsmittel, um dem Kunden eine möglichst hohe Lebensqualität zu ermöglichen. Das OTM-Team verstehe seine Arbeit nicht darin, ein fertiges Produkt zu verkaufen, sondern als eine fortwährende Entwicklung in enger Zusammenarbeit mit dem Kunden. Denn Prothesen müssten laufend neu angepasst werden, weil der Körper sich stetig verändere. Wichtig sei dem Team auch die gute Zusammenarbeit mit allen anderen Beteiligten. Dazu gehören nicht nur die behandelnden Ärzte und Krankenkassen, OTM beschäftigt auch Physio- und Ergotherapeuten.

Die vielen Fragen beantwortete Pollmeyer sehr verständlich. So erfuhren die Besucher, dass eine Beinprothese zwischen 25 000 und 40 000 Euro kostet. Zwei Kurzfilme machten überaus deutlich, wie orthopädische Hilfsmittel die Mobilität steigern. Im Anschluss an den Vortrag führte eine Mitarbeiterin durch die Werkstatträume, in denen die unterschiedlichen Herstellungsschritte vom Gipsabdruck bis zur fertigen Prothese zu sehen waren.

In Hiltrup werden nicht nur Orthesen, Arm- und Beinprothesen für Erwachsene hergestellt, sondern es gibt auch einen Kinderorthopädie-Bereich.

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