Adventsbesuche des Bürgermeisters
Im Rettungsdienst werden Fachkräfte Mangelware

Ascheberg -

Als letzte seiner sechs Stationen im Rahmen der Adventsbesuche schaute Bürgermeister Dr. Bert Risthaus in der DRK-Rettungswache hinter die Kulissen. Mit Vertretern der DRK-Führung wurde über die Entwicklung des Standortes sowie das künftige Berufsbild gesprochen.

Dienstag, 16.12.2014, 17:12 Uhr

Kontaktpflege: Bürgermeister Dr. Bert Risthaus (M.) mit dem hauptamtlichen Vorstand des DRK-Kreisverbandes, Christoph Schlütermann (l.), und dem Leiter des DRK-Rettungsdienstes im Kreis Coesfeld, Michael Hofmann, vor der Wache in Ascheberg.
Kontaktpflege: Bürgermeister Dr. Bert Risthaus (M.) mit dem hauptamtlichen Vorstand des DRK-Kreisverbandes, Christoph Schlütermann (l.), und dem Leiter des DRK-Rettungsdienstes im Kreis Coesfeld, Michael Hofmann, vor der Wache in Ascheberg. Foto: di

Der Kaffee dampft und der Keksteller lädt zum Naschen ein. Die Atmosphäre für das Treffen in der DRK-Rettungswache stimmt. Mit zwei seiner vier Gesprächspartner sitzt Dr. Bert Risthaus aber nur kurz am Tisch, denn die Rettungsassistenten Thomas Mesters und Marcel Theil springen auf, als ihr Melder Alarm schlägt. Sekunden später ist das Martinshorn zu hören.

Bei seinem Besuch erlebte der Bürgermeister – nicht zum ersten Mal – den Alltag in der Wache mit, deren Kräften der Chef im Rathaus ausdrücklich Dank und Anerkennung ausdrücken will.

Anders war in diesem Jahr, dass der noch relativ neue hauptamtliche Vorstand des DRK-Kreisverbandes, Christoph Schlütermann, dem Bürgermeister begegnete. Der neue Kreis-Chef schilderte gemeinsam mit dem Leiter des DRK-Rettungsdienstes, Michael Hofmann , vor welchen Herausforderungen alle Organisationen stehen, die diese Aufgabe der kommunalen Daseinsfürsorge übernehmen: „Es herrscht akuter Fachkräftemangel im Rettungsdienst.“

Angesichts dessen, dass die Anforderungen durch das neue Berufsbild Notfallsanitäter steigen und die bisher schon gut qualifizierten Rettungskräfte noch draufsatteln müssen, werde die Lage „noch schwieriger“.

Ehrenamtliche Unterstützung werde deshalb aber nicht unwichtiger, betonten Schlütermann und Hofmann die Bedeutung der ambitionierten Amateure beim DRK .

Am Standort Ascheberg kommt vor allem den Profis zugute, dass Rettungswache (und Feuerwehrgerätehaus) verlagert und neu errichtet werden. Risthaus erklärte, dass die Bauleitplanung schon aufgenommen und ein Architekt für die Projekte ausgesucht worden sei.

Adventsbesuche als Zeichen der Anerkennung

► Bürgermeister Dr. Bert Risthaus schloss mit der Visite der DRK-Rettungswache eine Besuchsreihe ab, die ihn zuvor zum Alten- und Pflegeheim St. Lambertus sowie zum Caritas-Wohnheim, zum Malteserstift St. Benedikt und zur Fachklinik Release sowie zum Sozialwerk St. Georg geführt hatte.

► Risthaus wollte damit seine „hohe Wertschätzung“ für den „Einsatz am Menschen“ auch und gerade während der Feiertage ausdrücken.

► Der rote Faden aller Besuche: Dass neue gesetzliche Standards viel Aufwand und erhebliche Investitionen erfordern.

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