Lüdinghauser Büro vom Bund Deutscher Architekten ausgezeichnet
„Vorbildlichen Baustil“ renoviert

Lüdinghausen/Lünen -

„Geradezu archäologisch“ habe man die Architektur der Geschwister-Scholl-Schule in Lünen wieder zu einem Baukunst-Erlebnis gemacht, lautet die Meinung der Jury zur Arbeit des Büros Spital-Frenking und Schwarz.

Freitag, 19.12.2014, 14:12 Uhr

Die Geschwister-Scholl-Gesamtschule in Lünen steht seit 1985 unter Denkmalschutz. Die Schule gilt als ein Glanzstück der zeitgenössischen Architektur. Aber auch an Denkmälern nagt der Zahn der Zeit. Für die gelungene Renovierung des Gebäudes wurde jetzt das Lüdinghauser Architekturbüro Spital-Frenking und Schwarz ausgezeichnet. Der Bund Deutscher Architekten – Gruppe Dortmund, Hamm, Unna – hatte die „Auszeichnung guter Bauten“ ausgelobt. 46 Objekte waren zur Bewertung eingereicht worden, die Jury sprach vier Auszeichnungen und vier Anerkennungen aus.

„Das ist auch heute noch ein vorbildlicher Baustil “, versichert Prof. Oskar Spital Frenking über den Gebäudekomplex. Der größte und wohl berühmteste Gebäudeteil ist das unter Denkmalschutz stehende ehemalige Mädchengymnasium aus den Jahren 1956 bis 62. „Als einzigartiges Beispiel humaner Schularchitektur ist es Zeugnis einer demokratischen und menschenwürdigen Architekturauffassung der Nachkriegsjahre“, heißt es auf der Homepage der Lüner Schule. Aber nach 60 Jahren war eine grundlegende Renovierung fällig. Und um die kümmerte sich der Lüdinghauser Architekt Prof. Oskar Spital-Frenking. In der Hauptsache ging es um die bauliche und energetische Instandsetzung. Über insgesamt fünf Jahre zogen sich die Arbeiten hin. Die Stadt Lünen investierte acht Millionen Euro in die Denkmal-Renovierung.

„Ziel der Instandsetzung war es, die Scharounsche Architektur wieder erlebbar zu machen. Räumliche Zusammenhänge wurden wiederhergestellt und störende An- und Einbauten zurückgebaut“, heißt es in der Beurteilung der Jury. Wert wurde auf die Rekonstruktion des ursprünglichen Lichtkonzepts, die Instandsetzung der Oberflächen und die „bauzeitliche Annäherung des Farbenspiels an den Wand- und Deckenoberflächen“ gelegt. „Nach der Sanierung zeigt der Bau, der für viele Besucher der Stadt von großer Bedeutung ist, heute wieder seine hohe räumliche und gestalterische Qualität“, heißt es abschließend im urteil der Jury. In der Tat, so erläuterte Spital-Frenking, werde die Schule – auch und gerade nach der Renovierung – von zahlreichen Fachleuten besucht. Denn das Baudenkmal aus der „Feder“ von Hans Scharoun genießt immer noch ein hohes Ansehen.

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