Gemeindehalle
Sperrvermerk hat keine Chance

Ascheberg -

Die Gemeinde Ascheberg will bei der Gemeindehalle die große Lösung planerisch erstellen und genehmigen lassen.

Mittwoch, 04.02.2015, 19:02 Uhr

Die Aula in Herbern muss nach 40 Jahren saniert werden. Darüber hinaus gibt es weiter Pläne für eine Gemeindehalle.
Die Aula in Herbern muss nach 40 Jahren saniert werden. Darüber hinaus gibt es weiter Pläne für eine Gemeindehalle. Foto: Archiv/hbm

Die Gemeindehalle in Herbern bleibt Thema bei den Etatgesprächen im Ausschuss. Für die UWG schlug Marco Kratzenberg vor, die Planungskosten von 90 000 Euro mit einem Sperrvermerk zu versehen, was mehrheitlich abgelehnt wurde. Die Idee des Unabhängigen: Man solle nicht drei Sachen durchplanen, sondern nur eine Variante, um Kosten zu sparen. Dem hielt Bauamtsleiter Klaus van Roje entgegen, dass beim reinen Sanieren 50 000 Planungskosten im Ergebnishaushalt blieben, die 90 000 Euro aber über den Finanzhaushalt abgewickelt würden. Jochen Wismann (FDP) hielt dagegen, dass Zinsen und Abschreibungen für das Projekt den Haushalt über Jahrzehnte belasten würden.

„Noch ist nichts beauftragt“, versuchte Frank Holtrup (CDU) zu beruhigen: „Wir müssen das besprechen und ganz in Ruhe abwägen.“ Sein Fraktionschef Ludger Wobbe warb hingegen dafür, das Projekt voranzutreiben. Die Aula in Herbern sei kein Standard fürs Münsterland und für Herbern. Im Dorf fehle eindeutig eine Versammlungsstätte, den begriff Gemeindehalle lehne er für das Projekt ab. Die Arbeiten kämen zudem der Profilschule zugute. Man könne immer noch entscheiden, welche Variante man wähle. Aber wenn bis zur Baugenehmigung durchgeplant sei, könne das Projekt nicht durch neue Vorschriften verteuert werden. Unverschämt finde er, wenn die Kosten mit zwei Millionen Euro beziffert würden: „Das ist völlig daneben.“ Die Diskussion schloss mit dem Hinweis von van Roje, dass die 90 000 Euro Planungskosten für die große Lösung angesetzt seien: „Wir können immer abspecken.“ In die andere Richtung, klein planen und dann größer bauen wollen, werde es teurer.

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