Ladenlokale im Ortskern
Leerstände sind Geschichte

Ascheberg -

Leere Ladenlokale sorgten vor Jahresfrist für Kummer. Doch die Lage hat sich gewandelt.

Samstag, 07.02.2015, 10:02 Uhr

Hinter vielen Schaufenstern ist neues Leben eingezogen. Die Ladenlokale sind vermietet.
Hinter vielen Schaufensterscheiben ist neues Leben eingezogen. Die Ladenlokale sind vermietet. Foto: hbm

Waschmaschinen statt Kunstwerke, Hundegebell statt Dauerstille, klappernde Scheren statt abgeklebter Schaufensterscheiben – war vor einem Jahr bei Ascheberger Geschäftslokalen noch ein unübersehbarer Leerstand zu beklagen, hat sich die Lage aktuell gewandelt. Das Wort vom „Handel im Wandel“ ist aktuell in einer erfreulicheren Phase unterwegs.

Elektro Weischer aus Hiltrup hat den prominentesten Leerstand beseitigt. „Es läuft gut. Wir sind mit der Resonanz zufrieden“, beurteilt Karl-Heinz Weischer die ersten Wochen in Ascheberg . Ebenfalls am Kirchplatz, nicht ganz so prominent, standen die früheren Räume von „Mylady“ lange leer. Jetzt ist „Meggi‘s Hundestübchen“ im Schatten der Kirche zu finden. Und wo früher Elektro Hattrup über Jahrzehnte aktiv war, werden nun Haare geschnitten. Damit sind die Lücken im Ortskern geschlossen. Zusätzlich ist Elektro Fleige an der Steinfurter Straße dort eingezogen, wo sich vor mehr als einem Jahr das „Top Travel“-Reisebüro verabschiedet hat.

„Wir freuen uns über diese Entwicklung“, sagt Manfred Hölscher für Pro Ascheberg. So schön es gewesen sei, dass Kunstwerke im früheren Geschäft von Blumen Müller zu sehen gewesen seien: „Wir brauchen geschäftliches Leben und das ist mit Weischer eingezogen.“ Hölscher verweist zudem auf die Qualität des Angebots: „Ich bin privat neulich durch Arnsberg gegangen. Da war ein Second-Hand-Shop neben einem Ein-Euro-Laden und einem leeren Geschäft. Davon sind wir weit entfernt.“

Einen Schritt weiter ist auch die 1a-Einzelhandelslösung gekommen. Weil es mehrere Interessenten für den Bereich von Kik/Feuerwehrgerätehaus gab, hat die Gemeinde Ascheberg eine öffentliche Marktabfrage getätigt. Das Ergebnis lässt Bürgermeister Dr. Bert Risthaus „nicht weinen“. Die Interessenten werden nun in nichtöffentlicher Sitzung ihre Vorstellungen vortragen dürfen. Dann muss eine Entscheidung für einen Anbieter fallen. Bürgermeister Risthaus, nach vielen Rückschlägen in den vergangenen Jahren mit Prognosen zu zeitlichen Abläufen vorsichtig geworden, geht aktuell davon aus, dass es bis Ostern entscheidendes Neues zum Dauerbrenner geben wird. Und ein Vollsortimenter im Ortskern, da sind die Experten der Industrie- und Handelskammer einig, wird ihn nachhaltig beleben.

Schwieriger gestaltet sich dagegen das Feld der Gaststätten: Das Leo‘s ist nach einem kurzen WM-Intermezzo wieder geschlossen, fürs Jagdschlösschen und Geismann stehen die Abbruchbagger bereit, in den Burghof ist die OJA eingezogen. Das verringert die Optionen für Gaststättenbetreiber deutlich.

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