Heimatbesuch
Mirijam Contzen ist auf den Konzertbühnen der Welt Zuhause

Ascheberg -

hre Wurzeln liegen in Ascheberg, ihr Wohnsitz in Berlin. Zuhause ist Mirijam Contzen aber auf Konzertbühnen in der ganzen Welt. Für das Musikfestival Schloss Cappenberg kehrt die Violinisten zurück in heimatliche Gefilde.

Donnerstag, 18.06.2015, 19:06 Uhr

Mirijam Contzen ist  inzwischen dreifache Mutter. In Cappenberg ist sie zum zehnten Mal dabei.
Mirijam Contzen ist  inzwischen dreifache Mutter. In Cappenberg ist sie zum zehnten Mal dabei. Foto: nico

Ihre Wurzeln liegen in Ascheberg , ihr Wohnsitz in Berlin . Zuhause ist Mirijam Contzen aber auf Konzertbühnen in der ganzen Welt. Für das Musikfestival Schloss Cappenberg kehrt die Violinisten zurück in heimatliche Gefilde. In diesem Jahr feiert das von ihr organisierte internationale Kammermusik-Event ein Jubiläum: Seit einem Jahrzehnt treffen sich im Barockschloss Künstler von Weltformat, um bedeutende Werke der Musikliteratur zu präsentieren.

Als das Festival 2005 an den Start ging, ahnte noch niemand, dass aus diesem Ereignis ein jährlich wiederkehrendes Festspiel erwachsen könnte, das rasch zu einer der ersten Adressen in Sachen Kammermusik in Nordrhein-Westfalen avancierten und weit über die Landesgrenzen hinaus Anerkennung finden würde. Seither ist der Kreis der Akteure stetig gewachsen; mittlerweile kommen Solisten aus allen Teilen der Welt nach Cappenberg, um Kammermusik auf höchstem Niveau zu erarbeiten und in einer Vielzahl unterschiedlicher Gruppierungen, Aufführungsorte und Konzertformate zu präsentieren. „Es sind Freunde, Weggefährten und auch Musiker, die mir empfohlen wurden. Teils sehen wir uns zum ersten Mal und gehen mit einer Probe gleich in die Vollen. Intensiver kann eine Begegnung kaum sein“, meint Mirijam Contzen. Gemeinsam verbringen die Musiker eine Woche auf dem Barockschloss. „Das ist wie eine andere Welt, alle kommen runter vom Alltagsstress. Es fühlt sich an wie ein Ferienlager für Musiker und diese besondere, leichte Stimmung überträgt sich dann auch auf das Publikum“, weiß die renommierte Violinistin. Die intime Atmosphäre ist nicht nur gefühlt; die Künstlerin ist mit ihrer gesamten Familie angereist.

„Wenn ich nach Cappenberg komme, dann ist es immer so, als wäre ich nie weg gewesen. Trotzdem ist jedes Festival komplett anders“, meint Contzen. Zum Jubiläum wird es diesmal unter anderem Neuauflagen von besonderen Momenten aus vergangenen Jahren geben. „Aber die Besetzung ist eine andere und wir haben die Orte für die Aufführungen verlegt“, informiert die Festival-Gründerin. „So wird es heute Abend (Freitag) ein Schubert Streichquintett geben, das wir diesmal statt im Theater in der Stiftskirche spielen werden. Wir sind schon ganz gespannt, wie es dort funktionieren wird.“

Nach dem Festival wird die deutsch-japanische Künstlerin wieder auf Reisen gehen: Solistische Konzerte, Zusammenarbeiten mit dem hr-Sinfonieor-   chester und der Bayerischen Kammerphilharmonie stehen auf dem Programm. Und auch mit dem Pianisten Tobias Bredohl, den Contzen schon aus Kindertagen in Ascheberg kennt, stehen deutschlandweit Konzerte auf dem Programm. Wie schafft man so etwas als dreifache Mutter? „Es ist natürlich nicht so einfach. Man braucht Unterstützung und muss viel organisieren. Aber das kennt jede Mutter, die einen Beruf und Kinder hat“. Ambitionen, in Mamas Fußstapfen zu treten, haben die siebenjährigen Zwillinge aber nicht. „Natürlich sind sie interessiert und probieren Instrumente aus. Aber in erster Linie ist die Musik wohl für sie noch die Arbeit der Eltern“.

Karten für das heutige „Konzert in die Nacht“ um 19 Uhr in der Stiftskirche gibt es eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn an der Abendkasse. Infos zu weiteren Konzerten unter www.musikfestival-schloss-cappenberg.de

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3332302?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F158%2F4848978%2F4848985%2F
Sparkasse arbeitet Störungsfolgen ab
Symbolbild 
Nachrichten-Ticker