Vier Abiturienten traten in die Pedale
Auf dem Drahtesel durch Schweden

Eine abenteuerliche Reise wagten die vier Freunde Lukas, Niclas, Tom und Benedikt, als sie sich nach dem Abitur im Juli für eine Woche in die Weiten der schwedischen Natur trauten. Dabei wollten sie sich nicht etwa mit dem Auto von der berühmten Schönheit Schwedens überzeugen, sondern planten die Route, um Schwedens größten See Vänern mit dem Fahrrad zu bewältigen.

Mittwoch, 12.08.2015, 21:08 Uhr

Los ging es für die vierköpfige Reisegruppe um drei Uhr nachts gen Norden, wo sie von der Insel Fehmarn aus die Fähre nach Dänemark nahmen. Von dort aus führte ihr Weg weiter über die Öresundbrücke, bis sie am späten Abend die schwedische Stadt Karlstad erreichten. „Ziemlich platt“ erreichten sie das Hotel, von dem aus sie am nächsten Tag die erste Etappe starteten.

Im etwa sechzig Kilometer entfernten Kristinahamn schlugen die vier ihr Nachtlager auf. „In Schweden gilt das ‚Jedermannsrecht‘“, erklärt Lukas. Dieses nordische Gewohnheitsrecht erlaubt es, bis auf wenige Ausnahmen, überall in der Wildnis zu campen. So erlebten die Jungs ihren ersten Abend mit „Dosenfutter“ vom Gaskocher und mussten sich schon bald mit den ersten Hindernissen auseinandersetzen. „Wir haben uns mit den Mücken herumgeschlagen“, erinnern sich die vier und raten jedem Camper, den Mückenschutz auf der Packliste nicht zu vergessen. Aber auch der Gaskocher, große Fahrradtaschen und vor allem ein Feuerzeug seien für so eine Reise unverzichtbar. „Wir hatten unser Feuerzeug im Auto vergessen und trafen zum Glück auf einen anderen Camper, der uns seines lieh“, berichtet Niclas von den kleinen Hürden, die sie zu meistern hatten.

Ihre geplante Route von knapp 500 Kilometern legten die vier statt in sechs bereits in fünf Tagen zurück. So schafften sie auf ihrem Weg von Kristinahamn, über Mariestadt, Lidköpping und Vänersborg bis hin nach Mellerud und Åmål an einem Tag 115 Kilometer auf dem Drahtesel , ehe sie den Start- und Zielort Karlstad wieder erreichten. „Das Wildcampen mitten im Nirgendwo war einfach unbeschreiblich“, meint Tom. Für Lukas waren die schwedischen Abende dank der spät einsetzenden Dunkelheit etwas „ganz besonderes“.

Falls es sie noch einmal in die schwedische Natur ziehen sollte, wissen die vier Abenteurer schon jetzt, was sie anders machen würden. So war das planmäßige tägliche Bad im See nicht wirklich angenehm, da das Wasser des Vänerns auch im Hochsommer „extrem kalt“ ist. Und auch die Reise ohne Kreditkarte brachte Probleme mit sich. „Man bezahlt überall damit.“ Insgesamt sei Schweden ein „eher teures Land“ vor allem beim Lebensmittelkauf.

Empfehlen würde Lukas eine Reise an Schwedens größten See dennoch: „Die Natur ist einfach atemberaubend!“ Und auch Tom, Benedikt und Niclas erinnern sich gern an ihre abenteuerliche Reise mit dem Rad, die auch für andere „Naturburschen“ sicher eine Überlegung wert wäre.

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