Basar-Beschicker spenden
Das ist der Wahnsinn

ASCHEBERG -

Statt nicht verkaufte Sachen wieder mit nach Hause zu nehmen, spendete der Großteil aller Basarbeschicker in Ascheberg Kindersachen für Flüchtlinge.

Montag, 07.09.2015, 19:00 Uhr aktualisiert: 08.09.2015, 14:31 Uhr
Roswitha Reckers  (ganz l.) war gerührt, denn nach dem Basarüberreichte das Basarteam ihr eine Riesenspende. Die Kolpingsfamilie Ascheberg sorgte für den Transport der Artikel wie Winterkleidung, Spielwaren und Babyzubehör für die Flüchtlingskinder.
Roswitha Reckers  (ganz l.) war gerührt, denn nach dem Basarüberreichte das Basarteam ihr eine Riesenspende. Die Kolpingsfamilie Ascheberg sorgte für den Transport der Artikel wie Winterkleidung, Spielwaren und Babyzubehör für die Flüchtlingskinder. Foto: tani

Unzählige blaue Tüten, noch mehr Kartons, Kinderfahrräder und Spielzeug – es waren Unmengen, die da am Samstagabend vor dem weißen Kolpingbulli lagerten. „Das ist ja ein halbes Warenhaus“, war Roswitha Reckers verblüfft und bedankte sich gerührt beim Basarteam: „Danke, das ist der Wahnsinn!“

Kinder-Winterkleidung in unterschiedlichen Größen. Kinderfahrräder, Spielsachen und noch viel mehr stand hier abholbereit. Alles Dinge, die gespendet worden waren. Für die Flüchtlingskinder. Am Samstag fand morgens im Pfarrheim St. Lambertus die Kinderkleiderbörse statt. Und fast alle Artikel, die nicht verkauft worden sind, wurden gespendet. „Die Anbieter haben teilweise nur noch ihren Erlös abgeholt und nicht verkaufte Artikel aus ihren Körben geräumt und sie direkt an uns übergeben“, so Basarteamsprecherin Alexandra Speemann. Das Basarteam krempelte dann die Ärmel hoch, um all die gespendeten Dinge zu verpacken. Doch es war nicht nur das Basarteam alleine, das hier die Flüchtlinge unterstützte. „Nein, es waren die vielen Menschen, die es durch diese Spenden erst möglich gemacht haben. Gleichzeitig hat die Kolpingsfamilie Ascheberg umgehend ihre Unterstützung angeboten, als es um den Transport der vielen Spenden ging“, macht Speemann an dieser Stelle deutlich, dass die Hilfsbereitschaft hier aus ganz vielen verschiedenen „Ecken“ gekommen ist.

Der weiße Bulli wurde dann auch bis unters Dach voll gepackt, konnte aber gar nicht alle Waren fassen. Also wurden spontan noch zwei Privat PKWs gepackt, um die Sachen nach Herbern zu transportieren. Angesichts dieser enormen Spende, muss auch Roswitha Reckers von ihrer eigentlichen Devise abweichen. „Normalerweise ist es mein Ziel, alles umgehend zu verteilen, doch nun müssen wir erst einmal sortieren.“ Das tut sie nicht alleine. Sie erfährt hier Hilfe von den Flüchtlingen. „Die freuen sich, dass sie mit anpacken dürfen und auf diese Weise auch etwas zurückgeben können“, sagt Roswitha Reckers. Und sie lässt die Flüchtlinge gerne helfen, weiß sie doch, „dass es Hilfe auf Augenhöhe ist. Denn was sich die Flüchtlinge wirklich wünschen, ist ein Stückchen Normalität.“ Auf jeden Fall kann dank der großzügigen Spende der Winter nun getrost kommen. „Kleidungstechnisch sind die Flüchtlingskinder versorgt“, dankt Roswitha Reckers an dieser Stelle noch einmal für die enorme Hilfsbereitschaft.

Freuen dürfen sich jedoch auch ihre Deutschschüler. Denn Stifte fanden sich auch unter der großen Spende. „Die können wir für unseren Deutschunterricht gut gebrauchen“, so Reckers. Was auf der Wunschliste weiterhin ganz oben steht, „das sind Regale, um die große Spende nun ordentlich zwischenlagern zu können, bis alles sortiert und verteilt ist“.

Kleidungstechnisch sind die Flüchtlingskinder nun versorgt

Roswitha Reckers
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