„Auerochsen“-Woche
Landschaft schmeckt

Davensberg -

In der Emmerbachaue sind kleine Kälber und ein neuer kapitaler Stier zu sehen. Wer sich vor einem Spaziergang stärken will, kann das bei der „Auerochsen“-Woche mit Fleisch von Heckrindern tun.

Donnerstag, 22.10.2015, 20:10 Uhr

Die Auerochsen-Woche stellten gestern Andreas Beulting, Bernadette Lohmann und Franz-Josef Schütte vor. Die Gastronomin aus Rinkerode hatte das Horn eines Heckrindes mitgebracht, als Kulisse dient das Naturdenkmal Teufelseiche aus der Davert.
Die Auerochsen-Woche stellten gestern Andreas Beulting, Bernadette Lohmann und Franz-Josef Schütte vor. Die Gastronomin aus Rinkerode hatte das Horn eines Heckrindes mitgebracht, als Kulisse dient das Naturdenkmal Teufelseiche aus der Davert. Foto: hbm

Von der Roulade über Braten und Burger bis zu Steaks in unterschiedlichsten Variationen – was sich wie eine normale Speisekarte liest, wird zwischen 31. Oktober und 8. November doch etwas besonderes sein. Denn das Fleisch gibt es nicht nur an diesen neun Tagen. Lieferant für das Gasthaus Eickholt und sechs weitere Lokale im Münsterland ist die Nabu-Naturschutzstation Münsterland: Die „Auerochsen“-Woche steht an. Und der Nabu behauptet: Landschaft schmeckt!

„Wir haben fünf Jungbullen von unseren Weiden genommen“, berichtete Andreas Beulting von der Nabu-Naturschutzstation Münsterland gestern bei einem Pressetermin mit Franz-Josef Schütte und Bernadette Lohmann . Einer der Bullen, die in gute einer Woche auf die Teller kommen, ist in der Davert geboren und später noch einmal in der Emmerbachaue gewesen. Dabei ist nicht von den ausgestorbenen „Auerochsen“ die Rede, sondern den Nachzüchtungen namens Heckrinder . In der 15-köpfigen Herde sind aktuell sechs Kälber zu sehen, vier aus dem Frühjahr und zwei, die erst im Herbst auf die Welt kamen. „Da lohnt es sich vorbeizuschauen“, berichtet Beulting. Vielleicht bietet sich nach einem schönen Essen ein Spaziergang durch die Davert an. Erst Recht seit gestern ein kapitaler neuer Stier auf die Weide gelassen wurde.

Der Nabu unterhält drei Flächen in der Emsaue, eine in Beckum und die Emmerbachaue aus Naturschutzgedanken. Weil aber Jungbullen nicht über drei Jahre hinaus in einer Herde bleiben dürfen, lässt sich auch mit ihnen eine Brücke zu kulinarischen Genüssen bauen. Und darüber gehen viele Menschen. „Ich habe schon Anfang des Jahres die ersten Reservierungen angenommen“, berichtet Franz-Josef Schütte. Das Interesse an diesem besonderen Biofleisch – auch wenn es kein Zertifikat hat, ist es Biofleisch – ist groß, die Nachfrage stetig gestiegen. Schütte hat fürs Gasthaus Eickholt anderthalb Bullen vom Gut Wewel in Senden, wo die Tiere geschlachtet wurden, für das Gasthaus Eickholt abgeholt. „Ich habe allein 116 Kilo Hackfleisch. Das gibt viele Burger“, berichtet Schütte, der wie Bernadette Lohmann empfiehlt, einen Tisch zu reservieren. Außerdem Gasthof Lohmann in Rinkerode und dem Gasthaus Eickholt in Davensberg machen Pinkus Müller in Münster, der Hof zu Linde in Handorf, das Landhaus Oeding in Gimbte, „De Pottkieker“ in Telgte und Pesers Gasthaus in Westbevern bei der Auerochsen-Woche mit.

Ich habe schon Anfang des Jahres die ersten Reservierungen angenommen.

Franz-Josef Schütte
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