Diagnose ALS
Schwere Kost für Kinder aufbereitet

Ascheberg -

„Diagnose ALS“ - wie bringt man einem Kind die brutale Wahrheit hinter so einer Nachricht näher. Ein Ascheberger Verein liefert eine Antwort.

Samstag, 12.03.2016, 10:03 Uhr

Claudia Weber stellte jetzt die ALS-Kinderseite aus dem Internet vor.
Claudia Weber stellte jetzt die ALS-Kinderseite aus dem Internet vor. Foto: hbm

„Diagnose ALS“ – wer erstmals mit dieser Krankheit konfrontiert wird, wird kaum auf Anhieb verstehen, wie kranke Nerven einen gesunden Geist in einem immer schwächer werdenden Körper einsperren und am Ende unweigerlich der Tod steht. Und wie erklärt man diese bittere Wahrheit kleinen Kindern?

Der Ascheberger Verein „Diagnose ALS – was nun?“ hat nach einem Flyer für Kinder auch eine Internetseite erstellt. Sie erklärt kindgerecht, was mit dem Erkrankten passiert und welche Hilfen es gibt.

„Es erkranken immer mehr Leute zwischen 30 und 40 Jahre, viele haben Kinder, deswegen war uns dieses Angebot so wichtig, denn für den Bereich war nichts zu finden“, erklärt die Vereinsvorsitzende Claudia Weber. Wie beim Gestalten eines Flyers hat sie professionelle Helfer ins Boot geholt. Die Grafiken stammen aus der Feder von Andries Heuts. Christian Gödde, Texter und Illustrator aus Recklinghausen, war bei den Texten behilflich. Und Kinderpsychologin Dr. Marianne Plöger-Roschig hat dafür Sorge getragen, dass Kinder mit den Inhalten und ihrer Präsentation nicht überfordert werden.

Die ersten Reaktionen stimmen Claudia Weber zuversichtlich, dass die Seite gelungen ist. „Auf Facebook gab es viele schöne Kommentare. Das geht los mit ‚so etwas Süßes‘‘, obwohl es im Grunde ja nichts Süßes ist. Viele loben, dass die Seite leicht verständlich ist.“ Auch das Feedback von Kranken war bisher sehr positiv: „Sie haben sich bedankt, weil die Seite mit einfachen Worten Hilfen gibt.“

Die positiven Rückmeldungen stärken die Aschebergerin in ihrem Bemühen, sich für ALS-Kranke einzusetzen. Gerade über das Internet lässt sich ein Netzwerk spinnen, dass auch darauf drängt, weiter an den Ursachen zu forschen und Medikamente zu entwickeln. Was ihr an ALS erkrankter Matthias in den letzten Wochen vor seinem Tod angestoßen hat, wird Claudia Weber konsequent weiter verfolgen, Resignation kommt nicht in Frage: „Vielleicht gelingt er wirklich irgendwann, die Krankheit im Körper zu stoppen.“

 

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