Azubis bei Kaiser
Das eigene Team selbst ausgebildet

ASCHEBERG -

Eugen Boyzow freut sich. Nach dreieinhalb Jahren hat er seine Ausbildung als Karosserie- und Fahrzeugbauer gemeistert. Und das mit der Note eins.

Freitag, 18.03.2016, 11:03 Uhr

Das Aufgabengebiet  von Eugen Boyzow ist vielfältig. Schweißarbeiten tätigt er ebenso wie Mirko Molkentin (l.) und Sercan Üzada (2.v.l.).
Das Aufgabengebiet  von Eugen Boyzow ist vielfältig. Schweißarbeiten tätigt er ebenso wie Mirko Molkentin (l.) und Sercan Üzada (2.v.l.). Foto: tani

Eugen Boyzow freut sich. Nach dreieinhalb Jahren hat er seine Ausbildung als Karosserie- und Fahrzeugbauer gemeistert. Und das mit der Note eins. Er legte die zweitbeste Prüfung vor der Kreishandwerkerschaft in Münster ab „Und das macht richtig stolz“, sagt Ulrich Wacker , Ausbildungsleiter beim Ascheberger Unternehmen Kaiser Fahrzeugbau. Eugen Boyzow hingegen freut sich nun auf seine berufliche Zukunft, in dem Betrieb in dem er so umfangreiches Wissen vermittelt bekommt. Denn er wird übernommen. Für die Firma Kaiser ist das selbstverständlich. „Unsere Azubis sind schließlich unsere Zukunft“, machen Peter Kaiser und Bayram Koc (beide Geschäftsführer Kaiser Fahrzeugbau) deutlich. Derzeit sind in dem von Rüdiger Kaiser vor 48 Jahren gegründeten Unternehmen, 43 Personen beschäftigt, davon elf Auszubildende. Das Besondere dabei: die Belegschaft besteht zu 90 Prozent aus eigenen ausgebildeten Mitarbeitern.

Die Ausbildungsberufe, die sie erlernen sind verschieden, denn der Betrieb gliedert sich in Kaiser Ascheberg und in Kaiser Fahrzeugbau. Kaiser Ascheberg bildet KFZ-Mechatroniker und Bürokaufleute aus. Kaiser Fahrzeugbau ist die richtige Adresse für die Fahrzeug- und Karosseriebauer. „Dennoch lernen unsere Auszubildenden im Laufe ihrer Lehre alle Bereiche kennen“, betont Inge Kaiser. Auch Eugen hat sich einiges an Wissen bei Kaiser Ascheberg angeeignet. Denn hier werden sämtliche Reparaturarbeiten an Nutzfahrzeugen durchgeführt. „Von Motorreparaturen über Wartungsarbeiten bis hin zu Ladekranreparaturen“, erzählt der Sendener. Er hat seine Ausbildung als sehr umfangreich empfunden, zumal er auch außerhalb von Kaiser lernen durfte.

„Der Ausbildungstausch innerhalb Aschebergs beispielsweise bei Klaas oder Wecon, um auch einmal andere Arbeitsweisen kennen zulernen, zählt für die Azubis zu den erklärten Highlights“, so die beiden Ausbildungsleiter Ullrich Wacker und Wilhelm Zink. Doch das was Eugen am meisten fasziniert hat, ist die Kreativität in seinem Beruf. „Wir erschaffen hier Großes und das ganz individuell auf unsere Kunden abgestimmt“, weist er auf einen Kofferaufbau, der mit einer kompletten Inneneinrichtung aus Holz versehen ist.

„Dabei arbeiten wir mit heimischen Gewerken zusammen, denn die Inneneinrichtung hat ein Schreiner angefertigt.“ Komplexe Aufbauten für Kran oder Kipper, Umbauarbeiten am Fahrgestell oder Fahrzeuglackierungen, das sind nur einige Bereiche, die zu seinem Beruf zählen. „Ohne Fahrzeugbau ist kein Leben auf der Straße“, sagt er und Ulrich Wacker ergänzt: Was uns besonders wichtig dabei ist, ist die Pflege der persönlichen Kundenkontakte.“

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