Nachfragen
Passiver Schutz muss rechtzeitig gefordert werden

Ascheberg -

In der Diskussion wurden einige Punkte präzisiert:

Mittwoch, 11.05.2016, 00:05 Uhr

Die Pläne zum sechsstreifigen Ausbau der Autobahn 1 wurden am Dienstag in Herbern präsentiert.
Die Pläne zum sechsstreifigen Ausbau der Autobahn 1 wurden am Dienstag in Herbern präsentiert. Foto: hbm

► Das Material für die neuen Lärmschutzwälle in Herbern soll weitgehend über die Autobahn angefahren werden.

► Mit der Gemeinde Ascheberg wird vor dem Ausbau der A 1 der Zustand der Gemeindestraßen dokumentiert, um nach den Arbeiten Schäden ausgleichen zu können.

► Unterschiedliche Höhen der Lärmschutzwälle in Ascheberg und Herbern rühren aus unterschiedlichen Abständen der Wohnbebauung.

► Wichtig für Menschen im Außenbereich, die Anspruch auf passiven Lärmschutz haben ist dieser Hinweis von Roland Krumm : Wer vor dem Bau etwa seine Fenster aus energetischen Gründen austauschen möchte und dabei schon etwas für den Lärmschutz tun will, sollte den Ist-Zustand mit Vertretern von Straßen.NRW dokumentieren. So besteht nach dem Ausbau ein Anspruch auf Fördergelder.

► Besteht ein Anspruch auf passiven Lärmschutz, muss ein Gutachter angefordert werden. Er kommt nicht automatisch.

► 90 Prozent des Lärms im Umfeld gehe von der Autobahn aus, erklärt Krumm. Dass beim Lärmgutachten die neuen Ampeln auf der B 58 nicht berücksichtigt wurden, wie Elmar Brügger vortrug, soll vom Gutachter noch einmal betrachtet werden. Damit das aktenkundig wird, empfahl Krumm eine schriftliche Eingabe.

► Die Bedarfsumleitung durch Herbern wird während der Baustellenzeit nicht angetastet. Ein Verlegen auf die B 63 komme nicht in Frage, erklärte Krumm auf Frage von Bruno Cramer.

► Bei den Brückenbauarbeiten sollen Leerrohre nach Bedarf mitverlegt werden. Weil Minister Dobrindt auch mit dem Breitbandausbau befasst sei, bestünden dafür gute Chancen, glaubt Krumm.

► Raphael van der Poel, Geschäftsführer des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes wies darauf hin, dass alle Eingaben bei einem Erörterungstermin zur Sprache kämen. Folgten die Behörden dem Anliegen nicht, könne Klage eingelegt werden. Das sei aber nur möglich, wenn vorher eine Eingabe getätigt worden sei.

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