Vortrag bei Flüchtlingshilfe
Islamfragen beantwortet

Ascheberg -

Der Islam ist ein Thema, das spätestens seit der Flüchtlingswelle, viele Menschen beschäftigt. Genau aus diesem Grund stand der Islam bei der dritten Vollversammlung der Flüchtlingshilfe St. Lambertus Ascheberg am Montagabend im Pfarrheim St. Lambertus im Mittelpunkt.

Dienstag, 28.06.2016, 18:06 Uhr

Das Thema Islam  interessierte: Die Flüchtlingshelfer und interessierte Bürger erfuhren viel Wissenswertes zum Thema Christentum und Islam beim gelungen Vortrag von Pfarrer Dr. Ludger Kaulig.
Das Thema Islam  interessierte: Die Flüchtlingshelfer und interessierte Bürger erfuhren viel Wissenswertes zum Thema Christentum und Islam beim gelungen Vortrag von Pfarrer Dr. Ludger Kaulig. Foto: tani

Der Islam ist ein Thema, das spätestens seit der Flüchtlingswelle, viele Menschen beschäftigt. Und ja, es stimmt, für viele ist der Islam auch mit Ängsten behaftet. Ängste, die jedoch vielfach aus Unwissenheit entstehen. Und genau aus diesem Grund stand der Islam bei der dritten Vollversammlung der Flüchtlingshilfe St. Lambertus Ascheberg am Montagabend im Pfarrheim St. Lambertus im Mittelpunkt. Licht ins Dunkel brachte dabei ein Experte. Pfarrer Dr. Ludger Kaulig , zugleich auch Beauftragter für christlich-islamische Religion im Bistum Münster, referierte zum Thema Christentum und Islam – Verbindendes und Trennendes.

Auf lebendige Art und Weise vermittelte er anschaulich Grundlegendes und konnte viele Fragen beantworten. Unterscheiden sich Islam und Christentum erheblich voneinander? Darf eine muslimische Frau einen katholischen Mann heiraten? „Ja, sie darf“, lautete die klare Antwort gleich zu Beginn. Und dann verblüffte der Geistliche, als er den Islam näher beleuchtete. Denn schnell war klar: Der Islam und das Christentum weisen viele Gemeinsamkeiten auf. Und gerade diese Gemeinsamkeiten sind es, die Probleme verursachen. „Es gab nie einen Christlich-hinduistischen Krieg, denn diese Religionen liegen viel zu weit auseinander“, so Kaulig. Je näher man sich jedoch sei, „desto größer werden die Konflikte und dabei sind die schlimmsten Kriege immer die Konfessionskriege gewesen.“ Und hier konnte der Referent dann auch eine eingangs gestellte Frage beantworten, die Teilnehmern Angst machte: Stimmt es, da,s es im Koran tatsächlich Suren gibt, in denen stehe, Andersgläubige sollen getötet werden? „Wir gehen unterschiedlich mit Texten um“, machte Kaulig deutlich und stellte klar, das es keine eins zu eins Übersetzungen gibt. „Das geht auch gar nicht, da Übersetzungen in andere Sprachen oftmals nur sinnbildlich erfolgen, und das haben Muslime ganz früh erkannt. Genau deshalb betonen sie auch, das es nur ein Original des Korans gibt, nämlich das in der arabischen Sprache“. Durch Übersetzungen können somit Inhalte verändert werden, was nach dem jeweiligen Sprachverständnis dann Ängste hervorrufen kann. Kaulig schaffte es auf unterhaltsame Art, das Thema Islam näher zu beleuchten und dadurch Fragen zu beantworten aber auch Ängste, die auf Unwissenheit basierten, auszuräumen.

Phillip Horn gab zu Beginn der Versammlung einen Überblick über den Stand des Freifunkes. Das Netz in Herbern ist gut ausgebaut, in Ascheberg laufen die Arbeiten, die sicherlich erleichtert werden, wenn das Glasfaser da ist.

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