Lichtwerbung Möllers
Buchstäblich leuchtendes Beispiel

Ascheberg -

Wo früher mit der Stichsäge gebastelt wurde, liefert der Computer heute perfekte Vorlagen - es ist einfacher geworden, Firmen ins rechte Licht zu rücken.

Freitag, 08.07.2016, 16:07 Uhr

Teamwork Holger Möllers (li.) und Andreas Hessler entwerfen und produzieren Lichtreklame.
Teamwork Holger Möllers (li.) und Andreas Hessler entwerfen und produzieren Lichtreklame. Foto: hbm

Firmen ins rechte Licht zu setzen – damit beschäftigt der Ascheberger Holger Möllers sich, wenn er nicht gerade seinem Fußball-Hobby frönt. Am Wochenende machte er beim Fußball auf seine Firma „ Lichtwerbung Möllers“ aufmerksam. Er spendete die Shirts für die Mini-EM der drei heimischen Sportvereine und von Ascheberg Marketing. Alle Kinder erhielten ein Shirt mit Namen auf dem Rücken.

Das wäre früher kaum zu bezahlen gewesen. „Es ist alles viel leichter geworden“, stellt der gebürtige Drensteinfurter fest. In der digitalen Welt lassen sich Dinge erstellen, von denen Marketing- und Werbungsprofis früher nicht mal geträumt haben. Handarbeit bezieht sich heute auf die geschickte Eingabe mit der passenden Software, früher war damit anderes gemeint. „Da sind Buchstaben noch mit der Stichsäge ausgeschnitten worden, heute erledigen das CNC-Maschinen“, schmunzelt der Ascheberger.

Selbstständig ist Holger Möllers seit 20 Jahren: „Damals hatte ich 1000 Überstunden und habe mir gesagt, da kannst du selbst eine Firma gründen.“ So stieg er in das Geschäft mit Sonnenbänken ein, richtete Studios ein und betreibt selbst noch eins in Lüdinghausen. Als jemand, der mit Strom und Licht umgehen kann, kam der Ascheberger mit einem damaligen Mitspieler beim SV Herbern ins Gespräch. „Markus Große Westermann hat mich gefragt, ob ich als Sub-Unternehmer Lichtwerbung anbringen kann. Das habe ich einige Jahre getan.“ In Absprache mit dem Unternehmen hat Holger Möllers sich auf diesem Sektor ein zweites, selbstständiges Standbein geschaffen. Die Arbeit in Sonnenstudios geht hingegen zurück: „Die Boomzeiten sind vorbei.“ Jetzt also setzt er auf das Berufsbild „Lichtreklamehersteller“, einen Lehrberuf. Andreas Hessler hat es von der Pike auf gelernt und unterstützt den Firmenchef, der – wie beim Fußball – im Unternehmen auf Teamwork setzt.

Was heutzutage möglich ist, können Interessenten bei den Firmen Krebs und Kröger im Ascheberger Gewerbegebiet West sehen. Dort hat der Ascheberger neue Lichtwerbung installiert. Anders als früher wird das Licht heute von LED-Leuchten geliefert. Möllers liefert alles von den Buchstaben in firmentypischer Schrift bis zu Foto-Fassaden. Es gibt fast nichts, was heute nicht gedruckt werden könnte. Das Unternehmen arbeitet für heimische Betriebe genauso wie für Großunternehmen. „Wir haben im vergangenen Jahr für eine Tankstellenkette rund 1000 Filialen mit neuer Lichtwerbung ausgestattet. Das war umfangreich und sehr zeitintensiv, da muss die Mitarbeiterschaft mitziehen“, berichtet der Ascheberger. Er ist bundesweit unterwegs, hat auch schon Aufträge aus Benelux, Österreich, der Schweiz und Frankreich abgearbeitet. Zu sehr wachsen lassen, will er das Unternehmen nicht, denn „es ist schwer qualifiziertes Personal zu bekommen“. Die Arbeit allerdings muss Qualität haben, denn wenn Lichtwerbung nicht mehr strahlt, fällt das auf den Hersteller zurück.

Noch steht der wachsende (Druck-)Maschinenpark in einer Gewerbehalle in der Magdheide von Capelle, eine Rückkehr ins Gewerbegebiet Nord ist aber vorgesehen.

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