Eine Gemeinde liest
Jede freie Minute wird geschrieben

Ascheberg/Lüdinghausen -

Wenn es vom 12. bis 21. August heißt „Eine Gemeinde liest“, dann ist Patricia Malcher dabei. Die Lüdinghauserin hat eine Schreibwerkstatt bei Oliver Uschmann besucht.

Freitag, 22.07.2016, 13:07 Uhr

Wohlriechendes in  Worte gefasst: Patricia Malcher lädt zu einer Rosenduft- und Schnupperlesung ein
Wohlriechendes in  Worte gefasst: Patricia Malcher lädt zu einer Rosenduft- und Schnupperlesung ein Foto: nico

„Ich habe mich genau an das gehalten, was Oliver Uschmann empfohlen hat: Schreiben, schreiben, schreiben.“ Mit Erfolg. Inzwischen kann Patricia Malcher auf zahlreiche Veröffentlichungen in Anthologien und Literaturzeitschriften sowie auf Preise bei Literaturwettbewerben stolz sein. Im Rahmen der Aktion „Eine Gemeinde liest“ gibt die Kurzgeschichten-Autorin einen Einblick in ihr Schaffen.

Den Stift legt sie nur ungern aus der Hand. „Ich versuche in jeder freien Minute zu schreiben“, gesteht Patricia Malcher. Seit die Lüdinghauserin 2012 einen Workshop des Herberner Bestseller-Autoren Oliver Uschmann besucht hat, hat sie sich klare Ziele gesetzt: das Schreib-Handwerk von der Pike auf zu lernen und ihre Texte aus dem stillen Kämmerlein in die Öffentlichkeit zu bringen. Was zuvor in den Schreibtischschubladen vor sich hin dämmerte, ist inzwischen in mehreren Anthologien und Literaturzeitschriften nachzulesen. Zudem ist Patricia Malcher Mitglied zweier literarischer Zirkel, nimmt regelmäßig an Literatur-Treffen und -Workshops teil.

Schreibblockaden kennt die 46-Jährige nicht: „Eigentlich fällt mir immer etwas ein“. Das mag auch am nötigen Input für den Output liegen; Malcher ist eine begeisterte Leserin, liebt die Werke von Jonathan Safran Foer oder Martin Suter. Das Eintauchen in Bücherwelten sei für sie schon immer das A und O gewesen, erzählt sie. „Aber seit ich selber schreibe, lese ich auch anders. Ich gucke auf sprachliche Kniffe, achte auf den Spannungsaufbau oder originelle Wortkombinationen.“ Sie selbst formuliert kurz und knapp, reduziert Sätze auf das Nötigste.

Ruhe braucht die Pädagogin, die als Ausbilderin am Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung in Hamm tätig ist, dafür nicht: Ihr Schreibtisch steht mitten im Malcherschen Wohnzimmer. „Wenn es mir wirklich einmal zu bunt wird, dann setzte ich eben Kopfhörer auf“, lacht die Mutter zweier erwachsener Kinder. Allzu oft scheint das nicht vorzukommen, denn inzwischen hat die Lüdinghauserin sogar schon ihren ersten Roman fertiggestellt. „LIEB KIND“ soll er heißen. Eine nette Geschichte über den bezaubernden Nachwuchs? Von wegen. „Es ist eine Familientragödie“, verrät die Autorin.

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