Eine Gemeinde liest - der Montag
Die Vielfalt der Kultur im Stundentakt

Ascheberg -

Grimms Märchen auf Fula und Arabisch - auch Flüchtlinge beteiligten sich an der Aktion „Eine Gemeinde liest“.

Dienstag, 16.08.2016, 18:08 Uhr

Für bunte Vielfalt am Montag standen (li von oben) Monika Vehring, Jutta Richter, Johannes Kranemann, (re. von oben) Lamine Baldè, Abdoulaje Diallo, Hadil und Maher Alati, die am Pümpken (Mitte oben), am Rathaus (Mitte unten links) und auf der Altenhammstraße aktiv waren. .
Für bunte Vielfalt am Montag standen (li von oben) Monika Vehring, Jutta Richter, Johannes Kranemann, (re. von oben) Lamine Baldè, Abdoulaje Diallo, Hadil und Maher Alati, die am Pümpken (Mitte oben), am Rathaus (Mitte unten links) und auf der Altenhammstraße aktiv waren. . Foto: hbm

Kultur im Stundentakt , wo sich die Menschen schon darüber wundern, wenn solche Angebote wöchentlich anzutreffen sind – das Projekt „Eine Gemeinde liest“ bestach am Montag durch seine Vielfalt . Jeweils zur vollen Stunde gab es in der zweiten Nachmittagshälfte Geschichten für Kinder, von Flüchtlingen und für Literaturfreunde.

Wer geglaubt hatte, Grimms Märchen in allen Facetten zu kennen, der wurde am Pümpken überrascht. Denn dort wurden die Bremer Stadtmusikanten und Rotkäppchen von Flüchtlingen in ihrer Sprache vorgetragen. Lamine Baldè aus Guinea glänzte mit einem ganz besonderen Beitrag. Weil Fula keine Schriftsprache ist, lagen die „Bremer Stadtmusikanten“ in französischer Sprache vor ihm. Er transportierte das Märchen beim Vorlesen in eine der drei Muttersprachen Guineas, eben Fula. Und weil „Kikeriki“ auf Fula klingt wie im Deutschen, erkannten viele Zuhörer das Märchen.

Abdoulaje Diallo, wie Baldè seit zwei Jahren in Deutschland, trug es anschließend in deutscher Sprache vor. „Er wird eine Ausbildung bei Wecon antreten“, stellte Jürgen Sandner, der diesen Programmpunkt organisiert hatte, ihn vor.

Rotkäppchen gibt es unter anderem Namen auch als Märchen in Syrien. So war die Geschichte Hadil Alati, die aus Aleppo nach Ascheberg gekommen ist, nicht fremd. Im Gegensatz zu den deutschen Gästen, die aus dem arabischen Vortrag nicht heraushörten, welches Märchen da vorgelesen wurde. Maher Alati, elfjähriger Sohn von Hadil und demnächst Profilschüler in Ascheberg, hat seit er im Dezember nach hier gekommen ist, sehr gut an seinen Sprachkenntnissen gearbeitet, denn er las Rotkäppchen in der deutschen Version vor.

Eine Gemeinde liest - der Montag

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  • Monika Vehring, Jutta Richter, Flüchtlinge und Johannes Kranemann waren die Protagonisten am Montag Foto: hbm
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  • Monika Vehring, Jutta Richter, Flüchtlinge und Johannes Kranemann waren die Protagonisten am Montag Foto: hbm
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Begonnen hatte der Tag mit selbst geschriebenen Geschichten von Monika Vehring. Auf dem Rasen am Rathaus las sie Kindern beispielsweise den Ausflug des kleinen Fridolin vor. Beschlossen wurde der vierte Projekttag in der Schülerhilfe Ascheberg, wo Johannes Kranemann eine Passage auf Matt Ruffs „Fool on the Hill“ vortrug.

Dazwischen öffnete die mehrfach ausgezeichnete Kinderbuchautorin Jutta Richter ihren Bücherkiosk an der Altenhammstraße. Bis Freitag steht das Fenster zur Straße jeweils ab 16 Uhr offen. Eine Theaterfahne, die in München für den Besuch des Stückes „Ich bin hier bloß der Hund“ warb, weist an der Wand deutlich darauf hin, dass hier besonderes vor sich geht.

Auf die Idee gekommen ist Jutta Richter durch die kindlichen Besuche bei den Großeltern und die Kioske, die es im Ruhrgebiet zu Hauf gibt: „Eigentlich sind das ja Buden, vielleicht ändere ich den Schriftzug noch“, erklärte die Autorin, die vor einigen Monaten vom Schloss Westerwinkel an die Altenhammstraße gezogen ist. Sie trug Texte vor, signierte Bücher und hatte auch Bücher im Angebot, die es im Buchhandel nicht mehr zu kaufen gibt.Das Programm entwickelt Richter nicht nach einem festgelegten Schema, sondern spontan auf die Interessenten auf der anderen Seite des Fensters zugeschnitten.

Lamine übersetzt beim Lesen vom Französischen in Fula.

Jürgen Sandner
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