Bürger-Workshop zum Integrierten Kommunalen Entwicklungs-Konzept (IKEK):
Kreative Ideen für Herbern der Zukunft

Herbern -

15 Männer und Frauen ließen am Donnerstagabend die Köpfe rauchen, um Ideen für die Ortsgestaltung von Herbern zu entwickeln.

Samstag, 10.09.2016, 15:09 Uhr

In den Arbeitskreisen ließen die Teilnehmer kreativ die Köpfe rauchen.
In den Arbeitskreisen ließen die Teilnehmer kreativ die Köpfe rauchen. Foto: Brüggemann

Ideen und Anregungen waren am Donnerstagabend gefragt, als es in der Aula der Profilschule um die Dorfneuerung in Herbern ging. Ziel des Workshops war es, Maßnahmen zu identifizieren, die die Lebensqualität verbessern helfen. Dazu ließen 15 Herberner an drei Thementischen die Köpfe rauchen, um Schwachstellen im Dorf aufzudecken und Vorschläge zur Abhilfe zu entwickeln. Das Material des Abends soll in das Integrierte Kommunale Entwicklungskonzept (IKEK) einfließen.

„Wir wollen unsere drei Orte weiterentwickeln und uns um Fördermittel bewerben“, gab Bürgermeister Dr. Bert Risthaus einleitend vor. Fördermittel fließen aber nur, wenn die Gemeinde ein Entwicklungskonzept vorlegt, machte Jens Steinhoff vom Institut für Regionalmanagement (IfR) klar.

An den Thementischen „Siedlung, Bauen und Wohnen“, „Wirtschaft, Versorgung, Freizeit, Tourismus“ sowie „technische und soziale Infrastruktur, Verkehr, Umwelt und Energie“ übernahmen Dr. Risthaus, Jens Steinhoff und Johanna Keil vom IfR die Moderation.

► Gemeindehalle: Ein multifunktionaler Veranstaltungsraum mit Bühnenraum, nutzbar für schulische Zwecke, für Vereinsveranstaltungen oder für private Anlässe steht ganz oben auf der Wunschliste.

► Nachnutzung Schulgebäude: Auch wenn es mit dem Auslaufen der Profilschule Ascheberg erst frühestens in fünf Jahren soweit ist, die Nachnutzung des großen Schulgeländes (mit neuer Mensa, Turnhalle, Hallenbad) müsse in den Planungen eine wichtige Rolle spielen. Vorschlag aus der Runde war, die Marienschule hierher umzusiedeln. Hier könne man – die Kita eingeschlossen - ein Zentrum schaffen. Das weitläufige Gelände bietet außerdem Platz für trendsportliche Aktivitäten von Jugendliche (Mountainbike, Skaten, Kletterwand).

► Parkplatzsituation: In Herbern fehlen Parkflächen für große Veranstaltungen und die geplanten Wohnungen an der Altenhammstraße und an der Südstraße.

► Einheitliches Ortsbild: Städtebauliche Vorgaben sollen ein einheitliches Ortsbild schaffen und die Aufenthaltsqualität an der Südstraße verbessern. Maßnahmen contra Leerstände sind ebenfalls gewünscht.

► Wohnungen: Der Ortskern sollte den Bedarf nach kleinen Wohnungen für Singles und Paare sowie nach barrierefreien Wohnungen erfüllen.

► Soziale Infrastruktur: Barrierefreiheit an der Südstraße, öffentliches W-LAN und Freifunk, Glasfaserausbau und eine Leitsystem kleiner Schilder zu touristischen Punkten.

Wir wollen unsere drei Orte weiterentwickeln und uns um Fördermittel bewerben.

Bürgermeister Dr. Bert Risthaus
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